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Fasangarten:Es fehlt der Anschluss

Seniorenheim soll besser ans S-Bahn-Netz angebunden werden

Das Haus ist schön, die Lage ist schön, die Bewohnerinnen und Bewohner fühlen sich wohl. Seit rund zwei Jahren ist das Alten- und Pflegeheim Föhrenpark der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in der Siedlung am Perlacher Forst in Betrieb. Was hingegen als Ärgernis empfunden wird, das ist die fehlende Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Die SPD im Bezirksausschuss (BA) Obergiesing-Fasangarten hat entsprechende Beschwerden aufgegriffen und in einen Antrag gegossen: Darin fordern die Lokalpolitiker die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) auf zu prüfen, wie das Heim an der Lincolnstraße schnellstmöglich an den ÖPNV angeschlossen werden kann. Zu dem Zweck solle nah an der Einrichtung eine Haltestelle eingerichtet werden.

Augenblicklich müssen die älteren Menschen erst zur S-Bahnstation Fasangarten gelangen, wenn sie zum Beispiel in die Innenstadt fahren wollen, erklärt die SPD. Die Distanz betrage laut Routenplaner 900 Meter und führe über den General-Kalb-Weg. Dieser sei, wie die SPD zur Begründung ihres Antrags schreibt, in einem verbesserungswürdigen Zustand und nicht mit einer festen wassergebundenen Decke versehen. Damit stelle der Weg vom Awo-Heim zur S-Bahnstation gerade für mobilitätseingeschränkte Personen ein oft kaum zu überwindendes Hindernis dar.

Auf Vorschlag des Unterausschusses Verkehr wurde der Antrag, den der BA einstimmig beschloss, um eine Bitte ergänzt: Die MVG möge prüfen, ob eine der Buslinien in der früheren Ami-Siedlung mehrmals täglich eine "Extraschleife" fahren könne, um das Awo-Heim zumindest zeitweise an den ÖPNV anzubinden.

© SZ vom 24.03.2020 / gru
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