Mit dem Fahrplanwechsel gelten auch neue Preise: Im Durchschnitt steigen die Fahrscheintarife um 2,3 Prozent. Im vergangenen Jahr hatte der MVV die Preise Mitte Dezember um 2,8 Prozent angehoben. Die Verkehrsunternehmen begründen den Schritt mit den Investitionen in neue Strecken (etwa die nach St. Emmeram und neue Fahrzeuge); zudem seien auch die Kosten für Personal und Energie zuletzt gestiegen.

Die Erhöhungen fallen allerdings unterschiedlich aus - je nach dem, welche Fahrkarte man nutzt.

So bleiben die Preise für Kurzstrecken, Einzelfahrkarten, für Streifenkarten sowie die Fahrrad-Tageskarte in diesem Dezember unverändert.

Für eine Single-Tageskarte im Innenraum müssen MVV-Nutzer künftig 5,60 Euro (also 20 Cent und damit 3,7 Prozent mehr) hinlegen, für eine Partner-Tageskarte im Innenraum werden nun 10,20 Euro fällig (plus 4,1 Prozent).

Ebenfalls kräftig zur Kasse gebeten werden die Nutzer von Wochen- und Monatskarten - also die Stammkunden des MVV. So steigt der Preis für die Wochenkarte mit zwei Ringen um 40 Cent auf 12,70 Euro, der für die meist genutzte Monatskarte für zwei Ringe um 1,50 Euro auf 46,40 Euro (plus 3,3 Prozent).

Die bei vielen innerstädtischen Pendlern beliebte "IsarCard 9Uhr"-Monatskarte kostet für den Innenraum künftig 49,70 Euro statt 48,10 Euro (plus 2,1 Prozent).

Die neuen Preise werden bei den Monatskarten jedoch erst zum 1. Januar 2012 wirksam.

Bis 15.März können Fahrscheine im alten Tarif aufgebraucht werden, "danach werden sie ungültig", teilt die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) mit. Ungenutzte Tickets kann man in den Servicecentern von MVG und S-Bahn gegen Aufzahlung in den neuen Tarif umtauschen. Oder aber man entscheidet sich, den Betrag zeitlich unbefristet gegen eine Bearbeitungsgebühr von zwei Euro erstatten zu lassen.

Bild: Robert Haas 8. Dezember 2011, 11:162011-12-08 11:16:12 © SZ /tob