Fahrplanwechsel am WochenendeDas ändert sich beim MVV

Neue Tram, neue U-Bahn, neue Busse und mehr Züge: Bahn und MVG stellen in wenigen Tagen ihren Fahrplan um. Mit dem Wechsel soll unter anderem auch eine neue Nachtlinie kommen. Und die Tickets werden teurer. Alles Wichtige zum Fahrplanwechsel im Überblick.

Weniger Parkplätze entlang der Cosimastraße, zudem die Befürchtung, dass es an Kreuzungen zu Staus kommen wird - im Münchner Nordosten gibt es Vorbehalte, wenn von kommender Woche an die Trambahn bis nach St. Emmeram rollt. Doch die meisten Bürger entlang der neuen Trasse freuen sich auf die neue Tram-Verbindung, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste und Mitglied im Bezirksausschuss Bogenhausen. Mit der Eröffnung am kommenden Samstag stellt die MVG ihr Tramnetz um; zudem gibt es weitere Veränderungen zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember. Ein Überblick:

Ein neues Trambahnnetz

Die größten Veränderungen stehen bei der Tram an. Mit der Eröffnung der 43 Millionen Euro teuren Neubautrasse nach St. Emmeram modelt die MVG ihr Tramnetz in großen Teilen um: Künftig fährt die 16er ganztägig vom Romanplatz über Sendlinger Tor und Max-Weber-Platz nach St. Emmeram.

Die Linie 18 ersetzt vom Gondrellplatz kommend ab dem Isartor die Linie 17 und fährt über Maxmonument und Tivolistraße bis zum Effnerplatz - und in den Morgenstunden weiter nach St. Emmeram.

Die 17er wiederum fährt auf ihrem bisherigen Linienweg von der Amalienburgstraße bis zur Müllerstraße, schwenkt dann aber ein auf die Gleise der bisherigen Linie 27 und rauscht bis zur Schwanseestraße.

Der Linienweg der 27er dagegen wird verkürzt - sie pendelt nur noch zwischen Petuelring und Sendlinger Tor. Die Aktion Münchner Fahrgäste hatte diese Entscheidung der MVG kritisiert.

Geplant hatte die MVG auch, auf den Linien 27 sowie 15/25 den Takt durch den Einsatz weiterer Fahrzeuge zu verbessern. Dies allerdings verzögert sich. Grund: Die Regierung von Oberbayern, die als Aufsichtsbehörde für den Betrieb von Trams, Bussen und U-Bahnen zuständig ist, verweigert den neuen Trambahnen vom Typ "Variobahn" die Zulassung. 14 dieser Waggons stehen seit Monaten ungenutzt im MVG-Depot an der Einsteinstraße.

Bezirksregierung wie MVG sind zwar zuversichtlich, den Zulassungsprozess bald abschließen zu können. Doch auch dann wird es noch einige Zeit dauern, bis die neuen Bahnen für den dichteren Takt auf den drei Linien sorgen können: Weil die MVG den Einsatz von Waggons und Fahrern nicht von heute auf morgen umstellen kann, wird es wohl erst im Frühjahr so weit sein.

Bild: SZ-Grafik 8. Dezember 2011, 11:162011-12-08 11:16:12 © SZ /tob