"Fährt mich einfach zusammen" Der Mann, der seine Träume lebt

"Es ist nicht schwer, im Rollstuhl zu leben", sagt Bruno Theil, hier in seinem Rattlesnake Saloon in Feldmoching. "Es ist die Hölle."

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Vor 38 Jahren zerstörte ein Motorradunfall Bruno Theils erstes Leben als Sportler. Seitdem ist er querschnittgelähmt und singt in einer Band, betreibt eine Kneipe mit feinster Country-Livemusik und hat einen Pilotenschein.

Von Wolfgang Görl

Als Bruno Theil auf der Intensivstation lag, mehr tot als lebendig, mit Leberriss, Schädelbasisbruch, gerissener Aorta, gebrochenen Rippen, die sich in die Lunge bohrten, und, was das Schlimmste war, querschnittgelähmt, in diesem Zustand, der eigentlich nur Verzweiflung, nichts als Verzweiflung zuließ, sagte er seiner Mutter, eines Tages werde er Pilot sein und fliegen. Das war, so schien es zumindest, eine völlig verrückte Ankündigung, genauso utopisch, als hätte er behauptet, ihm würden demnächst Flügel wachsen. Pilot! Wie sollte einer, der vom ...