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Evangelische Kirche:"Das Leid der Flüchtlinge muss uns alle berühren"

St. Markus in der Maxvorstadt ist die neue Heimatgemeinde von Bernhard Liess. Er will auch über neue Formen der Kirchen-Mitgliedschaft nachdenken.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Bernhard Liess, der neue evangelische Stadtdekan von München, möchte Menschen eine Stimme verleihen, die selber keine haben. Was der Pfarrer tut, um Migranten zu helfen, und wie er junge Leute für die Kirche gewinnen will.

Von Martina Scherf

Es ist ein kleines Häuflein Engagierter, das sich am Mittwochabend vor der Bayernkaserne eingefunden hat. Die Kälte kriecht in die Knochen, der Wind lässt die Kerze, die in ihrer Mitte steht, wild flackern. Pfarrer Bernhard Liess begrüßt die Anwesenden zum Friedensgebet, es ist sein erster Auftritt als neuer evangelischer Stadtdekan im Münchner Rat der Religionen. Sie hätten diesen Ort bewusst gewählt, sagt er, "denn das Leid der Flüchtlinge muss uns alle berühren". Die Zustände in den Lagern in Griechenland seien unhaltbar. Deshalb also das gemeinsame Gebet von Vertretern aus acht Glaubensgemeinschaften in München: Protestanten und Katholiken, Juden und Muslime, Aleviten, Buddhisten und Baha'í.

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