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Europäische Wochen:Kulturkampf in Ungarn

Die Europäischen Wochen laden zu Zoom-Gespräch

Seit Anfang September halten Studierende in Budapest die Hochschule für Theater- und Filmkunst besetzt. Der Grund: Vor wenigen Wochen hat die ungarische Regierung die renommierte Hochschule der regierungsnahen Stiftung für Theater und Filmkunst unterstellt. Diese hat inzwischen Gabór Szarka, den ehemaligen Stabschef im Verteidigungsministerium und Militärattaché in Paris, als Chef eingesetzt. Attila Vidnyánsky, der Stiftungsvorsitzende und Freund Victor Orbáns, möchte an der Hochschule "linksliberale Tendenzen bekämpfen". Seither streiken Lehrende und Studierende. Ein neuer Höhepunkt im Kulturkampf, der seit längerem in Ungarn tobt.

Grund genug für die Europäischen Wochen in Passau, sich mit diesem Thema zu befassen und einen Beitrag zu den "Wochen zur Demokratie" (www.wochen-zur-demokratie.de)zu leisten. In einem Zoom-Gespräch an diesem Mittwoch, 28. Oktober, 19 Uhr, liefern Professor Lászlo Bagossy und der Student Jakob J. Ladanyi einen aktuellen Lagebericht über die Situation der Kulturschaffenden an der Hochschule im Besonderen und in Ungarn im Allgemeinen.

Bagossy hatte das Institut für Theaterkunst an der Uni seit 2018 geleitet, bevor er Ende August aus Protest gegen die Einschränkung der Autonomie der Universität von seiner Position zurücktrat. Das Gespräch wird moderiert vom Journalisten Stephan Ozsváth und der Übersetzerin Agnes Relle. Die Teilnahme an dem Zoom-Gespräch am Mittwoch ist kostenlos. Der Link ist auf der Startseite des Festivals www.ewpassau.de zu finden oder wird auf E-Mail-Anfrage an ew@ew-passau.de auch zugesandt.

Diskussion mit Lászlo Bagossy und Jakob J. Ladanyi, Mittwoch, 28. Oktober, 19 Uhr via Zoom über www.ewpassau.de

© SZ vom 27.10.2020 / srh
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