Wasserwirtschatsamt prüft Untergrund Genauigkeit geht vor

Arbeiten am Grundwassermodell Niederwörth verzögern sich

Die Arbeiten an einem Grundwassermodell für das Rückhaltebecken in Niederwörth, das für den Hochwasserschutz gedacht ist, verzögern sich. Das Wasserwirtschaftsamt will noch weitere Bohrungen vornehmen, um den Aufbau der Schichten zu erkunden. Genauigkeit gehe vor Geschwindigkeit, heißt es in einer Pressemitteilung.

"Erding braucht einen wirksamen Hochwasserschutz", stellt das Wasserwirtschaftsamt in dem Schreiben lapidar fest. Das habe das Jahr 2013 deutlich gezeigt. Die Planungen dafür liefen beim Wasserwirtschaftsamt München auf Hochtouren. Eine Variante sehe eben jenes Rückhaltebecken bei Niederwörth vor. Ob diese Variante realisiert werden könne, hänge davon ab, wie sich der Einstau des Beckens auf das Grundwasser auswirke.

Die Anwohner würden sich sorgen, heißt es weiter, dass das Grundwasser ansteige und ihre Keller vernässt werden. Das Wasserwirtschaftsamt nehme diese Sorgen der Bürger sehr ernst. Derzeit werde ein Grundwassermodell erstellt, mit dem die Auswirkungen des Rückhaltebeckens im Betrieb modelliert werden sollen. Die Ergebnisse sollten nach der ursprünglichen Zeitplanung bereits vorliegen. Allerdings habe sich bei der Modellerstellung gezeigt, dass eine noch genauere Kenntnis des Untergrunds notwendig sei. Deshalb habe man an einigen Stellen weitere Bohrungen vorgenommen, um den Aufbau der Schichten zu erkunden. "Genauigkeit geht vor Geschwindigkeit, so lautet die Devise der Ingenieure." Es gehe darum, zuverlässige Ergebnisse zu bekommen. Die Anwohner müssten sich auf die Ergebnisse des Modells verlassen können. Auch für die Abschätzung der Kosten seien genaue Aussagen zum Grundwasser wichtig. Die Frage sei, ob beispielsweise Pumpwerke oder Brunnen gebraucht würden. Das koste Geld für Bau und Betrieb. Damit seien die Ergebnisse für die Variantenentscheidung sehr wichtig.

Das Wasserwirtschaftsamt München werde die Öffentlichkeit weiter über die Planung informieren. Mit runden Tischen und öffentlichen Informationsveranstaltungen wolle das Amt Transparenz schaffen und Vertrauen gewinnen.