München/BerglernIllegaler Tabakhandel fliegt auf

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Die Polizei verhaftet im Zuge bundesweiter Durchsuchungen zwei Tatverdächtige in Berglern.

Mehr als eine Tonne unversteuerten Wasserpfeifentabak und rund 25000 Euro Bargeld haben Zollfahnderinnen und Zollfahnder bei bundesweiten Durchsuchungen in mehreren Bundesländern am Mittwoch sichergestellt. Im Verlauf der verdeckt geführten Ermittlungen führte eine Spur die Zollfahnder nach Berglern, wo die beiden mutmaßlichen Haupttäter im Alter von 22 und 25 Jahren verhaftet wurden, wie das Zollfahndungsamt München mitteilt. Gegen sie lagen Haftbefehle des Amtsgerichts Landshut wegen Verdachts der gewerbs-, beziehungsweise bandenmäßigen Steuerhinterziehung vor. Beide Haftbefehle wurden gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.

Die beiden Männer werden verdächtigt, gemeinschaftlich mit drei weiteren Tatverdächtigen illegal hergestellten Wasserpfeifentabak angekauft und gewinnbringend weiterverkauft zu haben. Der Wasserpfeifentabak soll von acht weiteren Tatverdächtigen in einer Wohnung in Dinslaken und einer angemieteten Garage in Hünxe (Kreis Wesel) selbst hergestellt worden sein, ohne Tabaksteuer zu entrichten. Den durch den schwunghaften Handel mit Wasserpfeifentabak entstandenen Steuerschaden schätzen die Zollfahnder auf rund 180000 Euro. Insgesamt sind rund 170 Kräfte des Zolls an diesem Tag im Einsatz gewesen, wie das Zollamt schreibt.

Neben den bereits abgepackten, fertigen Produkten stellten die Zollfahnder in Dinslaken und Hünxe Gerätschaften zum Herstellen des Wasserpfeifentabaks, 50 Kilogramm Rohtabak, 35 Kilogramm Rauchtabak, 410 Liter Glycerin, 20 Liter Aromen und gefälschtes Verpackungsmaterial namhafter Hersteller für den illegal hergestellten Wasserpfeifentabak sicher.

Im Landkreis Erding hatte die Kripo Erding die Ermittlungen übernommen. Die beiden Haupttäter sollen auch mit Marihuana Handel getrieben haben. Dabei gerieten sechs weitere in Erding wohnhafte Tatverdächtige ins Visier der Kriminalbeamten. Daraufhin, so das Zollamt, seien acht Durchsuchungsbeschlüsse wegen Verdachts des Handels mit Betäubungsmitteln ergangen. Bei den Durchsuchungen habe man Kleinmengen an Marihuana und ein Kohlendioxid-Sturmgewehr sicherstellen können.

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