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Wartenberg:Neue Krippengruppe im Josefsheim

Wartenberg wächst und muss deshalb die Kinderbetreuung in der Gemeinde ausbauen. Umstritten ist jedoch, wie hoch der Bedarf tatsächlich ist und ob man nur auf den Ausbau im Josefsheim setzen soll. Gegen die Stimmen von Michael Paulini und Michael Gruber (beide SPD) hat der Gemeinderat nun beschlossen, aus Zeit- und Kostengründen in einem ehemaligen Werkraum im Josefsheim eine Kinderkrippe einzurichten. Der Umbau kostet inklusive einer empfohlenen Innendämmung der Außenwände 143 000 Euro.

Isabell Haindl (CSU), Leiterin des Pfarrkinderhaus Wartenberg, sagte, dass eine weitere Krippengruppe unbedingt nötig sei. Es lägen derzeit schon elf Anmeldungen für September vor. Die Kleinkinder können nirgendwo sonst untergebracht werden. Michael Paulini bezweifelte das nicht, kritisierte aber, dass man sich so aufs Josefsheim konzentriere. Die Gemeinde binde sich vertraglich für 25 Jahre, statt Alternativen an bestehenden Standorten zu überprüfen und gegebenenfalls einen Container als Übergangslösung in Betracht zu ziehen. Haindl und Bürgermeister Christian Pröbst (CSU) erwiderten, dass allein schon aus zeitlichen Gründen eine andere Lösung bis zum Beginn des nächsten Kindergartenjahrs nicht in Frage komme. Ein Container sei zudem keine finanziell günstigere Lösung. Am Josefsheim gebe es bereits alles, was zu einer Kinderkrippe gehöre, unter anderem einen Sozial- und Ruheraum. Die neue Krippengruppe würde zudem die ganze Einrichtung, die in Trägerschaft des Seraphischen Liebeswerks ist, weiter stärken. Der Fortbestand des Josefsheims stand vor ein paar Jahren auf der Kippe. Wie viele zusätzliche Plätze in der Kinderbetreuung in Wartenberg in den kommenden Jahren noch benötigt werden, soll eine Bedarfsanalyse zeigen, die in den nächsten Monaten vorgenommen werden soll.

© SZ vom 23.06.2020 / wil

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