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Wartenberg:Konstruktiv auf dem Hügel

Ganz oben angekommen: Bürgermeister Christian Pröbst (3. von rechts) schildert das Problem mit dem zugewachsenen Hügel auf dem Spielplatz.

(Foto: oh)

Bei der Gründung war der Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschuss des Marktgemeinderats Wartenberg wegen der Sitzzahl noch heftig umstritten, aber bei der ersten Sitzung gab es dann nur sachliche Kommentare

Die Geburtsstunde des neuerdings beschließenden Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschusses des Marktgemeinderats Wartenberg war keine einfache gewesen, weil sich SPD, Grüne und Freie Wähler dagegen ausgesprochen hatte, dass im Ausschuss acht Gemeinderatsmitglieder vertreten sind, da bei dieser Zahl die CSU mit vier Vertretern und dem neuen Bürgermeister Christian Pröbst (CSU) eine 5:4 Mehrheit habe. Die CSU gab zwar dann einen Sitz an den einzigen FDP-Gemeinderat, Nikolaus Hintermaier, ab. Aber das Klima in der ersten Sitzung des Marktgemeinderats nach der Kommunalwahl war da schon deutlich verschlechtert, als CSU, Neue Mitte und FDP auf acht statt vorgeschlagenen sechs Sitzen bestanden.

Durchaus mit Spannung wurde deshalb die erste Sitzung des Ausschusses erwartet - doch die verlief sehr sachlich und ohne Polemik. Wahrscheinlich auch deshalb, weil auf der Tagesordnung keine Punkte standen, die streitwürdig waren. Bei den beiden Ortsterminen im Bauhof und auf dem Spielplatz an der Sudetenstraße gab es deshalb nur konstruktive Vorschläge, beziehungsweise man war mit den Vorschläge von Christian Pröbst einverstanden.

Im Bauhof wird deshalb in nächster Zeit ausgemistet und gepflastert. Alte Balken und Fensterstöcke, die bei der Sanierung der Alten Schule übrig geblieben sind und seitdem im Freien hinter dem Bauhofgebäude lagern, sollen von Bürgern abgeholt werden dürfen. Das soll im Mitteilungsblatt der Gemeinde veröffentlicht werden. Im Umfeld soll zudem gepflastert werden, damit künftig der Sattelzug, der den Salzbehälter der Gemeinde für den Winter auffüllt, nicht weiterhin über unbefestigte Flächen rangieren muss. Viel nachgefüllt werden muss im nächsten Winter nicht, der Behälter ist noch ziemlich voll. Durch das Pflastern will man auch mehr befestigte Abstellflächen gewinnen. Dafür sollen Angebote eingeholt werden. Zudem soll im und um den Bauhof aufgeräumt werden. Einig war man sich auch, dass der Kanal auf der Rückseite, bei dem seit 1964 nichts gemacht wurde und der komplett zugewachsen ist, nicht saniert werden soll. Das würde "ein paar Hunderttausend Euro kosten", sagte Pröbst. Deshalb soll der Bauhof zusammen mit der Rossmann-Filiale, die nebenan entsteht, mit einem gemeinsamen Kanal an die Strogenstraße angeschlossen werden, was nur 60 000 Euro laut Pröbst kostet.

Als ein Danaer-Geschenk entpuppte sich ein Hügel, der von einem Bauunternehmen der Gemeinde nach Abschluss der Bautätigkeiten an der Sudetenstraße "geschenkt" wurde, wie dem Bürgermeister erklärt wurde. Das akute Problem, das Irmi Adelsberger hat: "Das ist ein reiner Müllhügel und so zugewachsen, dass wir ihn und die Umgebung nicht mähen können." Ihr wäre am liebsten, wenn er weg komme und dann ein richtiger Sandkasten an seiner Stelle errichtet würde. Aber dann würde den Kindern ein "Funfaktor" abhanden kommen, sagte Pröbst, da vom Hügel eine Rutsche herunter führt. Letztlich einigte man sich darauf, den Hügel im Herbst abzuflachen an einer Seite, neuen Rasen anzusäen und den kleinen Sandkasten an einer Seite zu den Schaukeln zu verlegen. Was tatsächlich in dem Hügel ist, weiß keiner mehr. Er sei damals einfach nach den Bautätigkeiten übrig geblieben ...

© SZ vom 26.05.2020

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