Nach rund zwei Jahren Diskussion wurden jetzt im Wartenberger Gemeinderat die Pläne des Bebauungsplanes Pesenlern-West gebilligt. Dagegen sprachen sich nur August Groh (SPD) und Nikolaus Hintermaier (FDP) aus. Zur Zustimmung kam es aber nur deshalb, weil man die Dorfstraße aus dem Plan herausgenommen hatte. Architekt Franz Pezold hatte nämlich eine Querungshilfe samt 2,5 Meter breiten Mittelinsel eingezeichnet. Dazu an der östlichen Seite eine Bordsteinkante und Geh- und Radwege. Auf Höhe der Querungshilfe sollte die Straße in jede Richtung noch 3,25 Meter breit sein. Daran sollte sich ein Gehweg anschließen. Für eine Verlangsamung des Verkehrs bringe diese Lösung wenig, sagte Pezold, aber der Sinn der Insel sei eher darin, dass man besser und sicherer über die Straße gehen kann.
Doch das stieß auf Widerspruch. Sebastian Baumann (Neue Mitte) wies darauf hin, dass Pesenlern noch sehr landwirtschaftlich geprägt sei und zum Beispiel Mähdrescher und Maishäcksler heutzutage 3,5 Meter breit seien. Für ihn reiche als Verkehrsberuhigung Tempo 30 im Ort. Christian Pröbst (CSU) stellte die Frage, ob man denn an jeder Straßenseite einen Gehweg bei rund 150 Einwohnern brauche. Baumann sprach sich für eine Behandlung des Themas bei der für Frühjahr angekündigten Bürgerversammlung im Dorf aus. Da keine Übereinkunft erzielt werden konnte, einigte man sich, um endlich mit der Wohnbebauung für den Ort weiter zu kommen, auf Ausklammerung der Straße.