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Vortrag:Ohne falsche Tabus

SZ-Redakteur Felix Hütten spricht über das Sterben

Bei seiner ersten Nachtschicht auf dem Rettungswagen sieht Felix Hütten seinen ersten Toten. Ihn wird er nicht mehr vergessen. Seitdem hat sich Felix Hütten lange und intensiv mit Sterben und Tod beschäftigt. Eigentlich wollte Felix Hütten Arzt werden, doch im Medizinstudium hat er gemerkt, dass ihm Schreiben noch wichtiger ist. Mittlerweile schreibt er als Wissenschaftsredakteur für die Süddeutsche Zeitung - und hat gerade ein Buch zum Thema Sterben veröffentlicht. Darüber berichtet er am Dienstag 12. März, um 19.30 Uhr im VHS-Haus, Raum B215.

Tut das Sterben nach einer langen Krankheit weh? Wie kümmert man sich um Sterbende in ihren letzten Stunden? Was für Dokumente sollte jeder seinen Angehörigen zuliebe ausfüllen? Menschlich, lebhaft und unverkrampft gibt Felix Hütten Antworten auf die unzähligen Fragen zum Sterben, über die wir alle viel zu selten sprechen. Ein Abend für jeden, der sich auf das Sterben vorbereitet - und die Menschen um ihn herum. Denn meist ist das Sterben ein langer Prozess, dem Sterbende und ihre Angehörigen oft hilflos gegenüberstehen. Felix Hütten antwortet darauf zugänglich und faktenreich: von medizinischen Details über Ratschläge für den Umgang mit Ärzten oder die schwierige Frage nach dem Abstellen der Maschinen bis hin zur Trauer danach. Ohne falsche Tabus wird an diesem Abend über das Sterben gesprochen, das zu jedem Leben dazugehört. Der Eintritt kostet sieben Euro, für Besitzer der Kulturkarte ist er kostenlos.