Vor allem Flughafen profitiere Zu hoher Preis

Verkehrsclub Deutschland lehnt Nordumfahrung Erding ab

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) erneuert angesichts neuer Zahlen zu den Kosten der Nordumfahrung Erding ihre Kritik an dem Straßenbauprojekt. Kosten in Höhe von 20 Millionen Euro kommen auf die Stadt Erding zu, das wurde vor wenigen Tagen bei einem CSU-Pressegespräch unter anderem mit Landrat Martin Bayerstorfer und OB Max Gotz bekannt. Dieser Preis sei "zu hoch", schreibt nun Doris Kraeker vom Kreisverband des VCD.

20 Millionen Euro seien "eine große Summe für eine Straße", wenn Erding zahle, in erster Linie aber der Flughafen München davon profitiere. Kraeker fordert, dass stattdessen Stadt und Landkreis Erding den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ausbauen sollten, "wie es auch andere Landkreise im MVV-Bereich machen". Wenn Erding 20 Millionen Euro für den Bau der Nordumfahrung zahlen müsse, erfüllten sich zudem die Hoffnungen auf eine Förderung in Höhe von 80 Prozent nicht. Deswegen sei es an der Zeit, "sich zu fragen, ob der Preis für diese Straße nicht zu hoch sei". Denn für die Straße werde "eine naturnahe Landschaft und ein wichtiger Naherholungsraum" durchschnitten "ohne Rücksicht auf die Tier- und Pflanzenwelt". Gotz hatte auch gefordert, dass Erding mit diesen Kosten nicht alleine gelassen werden dürfe, er forderte das finanzielle Engagement des Freistaats. Auch er vertritt die Auffassung, dass der Flughafen verantwortlich sei für die zusätzlichen Verkehre.