75 Jahre Volkshochschule Landkreis Erding Wie alles begann ... und wie es weiterging

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Das erste Büro der VHS befand sich im Schönen Turm.
Das erste Büro der VHS befand sich im Schönen Turm. (Foto: Renate Schmidt)

Die Entstehungsgeschichte der Volkshochschule Erding ist mit drei Namen verbunden: Landrat Herbert Weinberger, Bürgermeister Hans Schmidmayer und Stadtrat Stefan Maier. Unter ihrer Führung gründet sich 1949 der „Verein zur Förderung der Erwachsenenbildung“ – als „Vorstufe zu einer in Aussicht genommenen Volkshochschule“.

Im Geleitwort zum ersten Programmheft wird es feierlich: „Mögen uns alle, seien es die, welche durch Kriegsdienst an ihrer Weiterbildung verhindert waren, oder unsere Neubürger, die Heimat und Existenz verloren, und nicht zuletzt die Jugend, in Bildungsdrange gehemmt, die Gelegenheit ergreifen und sich mit dem geistigen Rüstzeug versehen, das im Volksbildungswerk jedem geboten wird.“

Die Anfänge waren bescheiden, 15 Kurse, darunter Stenographie und Maschinenschreiben, und acht Veranstaltungen im ersten Jahr zählt eine Chronik auf, die die heutige VHS-Leiterin Doris Fähr anlässlich des Jubiläums zusammengestellt hat. 1958 wurde das Volksbildungswerk (VBW) des Landkreises Erding gegründet. 1970 erfolgte die Anstellung des ersten Mitarbeiters, der in Teilzeit in einer winzigen Geschäftsstelle im Schönen Turm seiner Arbeit nachging. 1971wurde die Musikschule (Kreismusikschule KMS) unter dem Dach des VBW aus der Taufe gehoben.

Die VHS erweiterte Jahr um Jahr das Programm, die Nachfrage nach den Kursen stieg stetig, sodass 1972 ein hauptamtlicher Geschäftsführer zum Einsatz kam. In den folgenden Jahren zog die Geschäftsstelle erst in die Schlachthausstraße und dann in die ehemalige Hauptschule in Altenerding.

1994 erreichten die angebotenen Kurse erstmals die Tausendermarke. Im Jahr darauf trennten sich VHS und KMS. Die ehemalige VHS-Tochter war flügge geworden und bezog ihr eigenes Gebäude. Auch die Volkshochschule zog noch einmal um. Seit 2005 befindet sich der Sitz an der Lethnerstraße.

2010 wurde aus dem langjährigen Verein schließlich der Zweckverband Volkshochschule Landkreis Erding, der von allen Städten, Märkten und Gemeinden im Landkreis getragen wird. Seit 2020 ist der Bernhard Mücke, Bürgermeister von Oberding, Vorsitzender des Zweckverbands.

Heute hat die Volkshochschule Landkreis Erding knapp 1700 Veranstaltungen im Programm, die von 16 000 Menschen besucht werden. Das VHS-Team ist auf 18 Personen angewachsen, zudem gibt es 420 freiberufliche Kursleiterinnen und Kursleiter. „Möglichst breit und möglichst tief“, so beschreibt Geschäftsführerin Dors Fähr das Angebot. Die VHS als Kommunale Bildungseinrichtung leiste einen Beitrag „zur Verwirklichung des Rechts auf Bildung auf Chancengleichheit“, schreibt Fähr.

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