Verein für Kunst, Kultur und Spiel Synthetic Art Rock in der Einöde

Die Musiker von Zim Zum Crash sehen auf dem Bandfoto so aus, wie ihre Musik ist: melancholisch verträumt, aber kraftvoll.

(Foto: Katharina Skalweit/OH)

Andreas Greinsberger präsentiert in Anzenberg bei St. Wolfgang ein außergewöhnliches Konzert mit der Band "Zim Zum Crash" aus Freiburg

Von Florian Tempel, St. Wolfgang

Kennt irgendwer hier die Band Zim Zum Crash, hat jemals wer von den Freiburgern gehört? Wohl kaum einer, außer Andreas Greinsberger, der seit Ende 2017 als Veranstalter "4NDREAS" mit seinem ganz und gar eigenen Geschmack Konzerte im östlichen Landkreis auf die Beine stellt, die unerwartet und überraschend sind. Am Samstag, 30. März, findet in der Einöde Anzenberg bei St. Wolfgang sein viertes Konzertereignis statt. Der in Anzenberg ansässige Verein für Kunst, Kultur und Spiel hat sich zum Ziel gesetzt, Künstlern eine Plattform zu bieten, um sich kreativ verwirklichen und präsentieren zu können. Das passt.

Mit Zim Zum Crash tritt, wie Greinsberger in der Ankündigung schreibt, eine ganz besondere Band auf. Die fünf Freiburger haben ihn "mit ihrem Synesthetic Art Rock nachhaltig beeindruckt". Wenn man im Internet in ihre Musik reinhört, kann man dem, was sie Band über sich selbst schreibt, durchaus zustimmen. Die Texte ihrer Songs werden von einer "sanften melancholischen Stimme vorgetragen, treffen auf solide Rockgitarren, klassische Orgel- und experimentierfreudige Synthiesounds." Das Ganze kommt in der Tat "verträumt und sphärisch, ernsthaft und herausfordernd" daher.

Wenn man dem Bandnamen nachforscht, wird man darin bestätigt, dass das Alles ganz speziell ist. "Zimzum" ist - in einem Wort zusammengeschrieben - ein Begriff aus der Kabbala. Man liest dazu Erklärungen wie diese: "Zimzum ist die Selbstkontraktion Gottes aus seiner eigenen Mitte. Es entsteht ein mystischer Hohlraum, durch den die Existenz des Weltalls überhaupt erst möglich gemacht wird." Na gut. Leichter verständlich ist da der zweite Teil des Bandnamens "Crash", der wie jeder weiß, Zusammenstoß, Absturz oder Zusammenbruch heißt. Das kennt man. Zusammengenommen, so kann man es auf der Band-Seite nachlesen, ergibt sich für Zim Zum Crash das Konzept "musikalisch ein bitter-süßes Geflecht aus Schwermut und Bejahung zu stricken".

Andreas Greinsberger präsentiert in Anzenberg noch zwei weitere Bands. Die Münchner Combo Apian bringt "Shoegaze/Postpunk mit akustischem Touch auf die Bühne". Und die ebenfalls als München kommenden Band Bosch bietet eine spezielle Mixtur aus "Electronica/Noise/Kraut-Rock mit Griff in die Neubauten-Klangkiste". Greinsberger ist sich sicher: "Die drei Bands werden für einen sehr abwechslungsreichen und musikalisch hochwertigen Abend sorgen."

Zim Zum Crash, Apian, Bosch, in Anzenberg, Samstag, 30. März, 20 Uhr, Vorverkauf bei Power Plant Ape Dorfen und Ticket Treff Dorfen.