An der Anschlussstelle der A 94 bei Pastetten ist es am späten Samstagnachmittag zu einem Verkehrsunfall gekommen, bei der eine Frau tödlich und zwei weitere Beteiligte schwer verletzt wurden. Die drei waren in einem Fiat Panda unterwegs auf der Staatsstraße 2331 von Hörlkofen aus in Richtung Autobahnanschluss. Dort wollte der 60-jährige Fahrer nach links in die Autobahn abbiegen, hat aber offenbar einen entgegenkommenden Reisebus übersehen - warum, ist der Polizeidirektion Oberbayern Nord zufolge unklar. Das kleine Auto wurde durch die Wucht des Aufpralls hundert Meter weit geschoben und schwer beschädigt. Die 52-jährige Beifahrerin wurde im Fahrzeug eingeklemmt und so schwer verletzt, dass sie noch an der Unfallstelle verstarb. Die beiden anderen Insassen, der Autofahrer selbst und der 13-jährige Sohn der Beifahrerin, wurden schwer verletzt. Der Sohn befindet sich mittlerweile außer Lebensgefahr, er wurde wie auch der 60-jährige Fahrer mit je einem Rettungshubschrauber in ein Münchner Krankenhaus geflogen. Der Mann schwebte am Sonntagnachmittag allerdings noch in akuter Lebensgefahr.
Der Reisebus war auf dem Weg zum Warteraum Asy
Der Reisebus, der in den Unfall verwickelt war, war auf dem Weg in den Warteraum Asyl am Erdinger Fliegerhorst. Neben dem Busfahrer waren 46 Asylbewerber an Bord. Eine erste Untersuchung am Unfallort ergab, dass keine sichtbaren Verletzungen bei den Passagieren und beim Busfahrer vorlagen. Für die Asylbewerber wurde ein Ersatzbus organisiert und nach der Ankunft im Warteraum wurden sie durch Dolmetscher über etwaige Verletzungen und den Hergang des Unfalles befragt. Die Staatsstraße blieb den Abend über gesperrt: Von der zuständigen Staatsanwaltschaft wurde ein unfallanalytisches Gutachten in Auftrag gegeben, um den genauen Hergang feststellen zu können.