Ausrangierte U-Bahn:Endstation Tonwerk

Ausrangierte U-Bahn: Zwei Autokräne heben die 26 Tonnen schwere U-Bahn in den Biergarten des Tonwerk-Geländes

Zwei Autokräne heben die 26 Tonnen schwere U-Bahn in den Biergarten des Tonwerk-Geländes

(Foto: Renate Schmidt)

Nun hat auch der Landkreis Erding eine U-Bahn. Sie steht in Dorfen, im Biergarten auf dem Tonwerk-Gelände. Es handelt sich um ein ausrangiertes Gefährt der Münchner Verkehrsbetriebe. Sie ist mehr als 50 Jahre alt, Baujahr 1971, 18,70 Meter lang, drei Meter breit und 26 Tonnen schwer. Als der Dorfener Unternehmer Robert Decker hörte, dass in München alte U-Bahnen ausrangiert werden, kam er auf die Idee, eine für das Tonwerk zu erwerben. Sie soll eine Eventlokation werden, für Geburtstage, Firmenfeiern oder als Weinstube. Mit zwei Autokränen wurde sie am Freitag vom Transportfahrzeug gehievt und auf einen erst vor vier Wochen errichteten kurzen Schienenstrang eingehoben. Die Bahnen kann man zum Altmetallpreis erwerben, sagte Decker. Die Summe wollte er nicht nennen, aber bei 30 Cent das Kilo und 26 Tonnen kann man es sich ausrechnen: 7800 Euro kostet so ein Ungetüm. Bis zum Frühjahr, zur Eröffnung, soll sich nun ein Innenarchitekt um die Einrichtung kümmern und ein Künstler um die Fassade. Einen Namen hat die künftige Eventlocation noch nicht, aber es gibt erste Überlegungen. "Endstation Tonwerk" lautet ein Vorschlag, "U-Bar" ein weiterer.

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