Süddeutsche Zeitung

Tonwerk Dorfen:Kurz und gut

Das Open-Air-Filmfestival feiert am Samstag mit einer bunten Mischung Premiere

Erst ein Freiluftkonzert, dann ein Elektrofestival: Der Betrieb im Tonwerk Dorfen läuft seit knapp drei Wochen und ist in vollem Gange. Nach den Musikevents sind in den kommenden Wochen nun Filme der Mittelpunkt der Tonwerk-Veranstaltungen: Die Freiluftkinosaison hat begonnen. Egal ob Blockbuster, bayerische Komödie oder Kultfilm, es laufen die verschiedensten Streifen, alle unter freiem Himmel. Ein besonderer Höhepunkt ist dabei das Kurzfilmfestival am kommenden Samstag.

Schon am vergangenen Wochenende startete das Open-Air Kino auf dem Gelände der ehemaligen Ziegelei Meindl in Dorfen. Als Auftakt lief "Trautmann" von Marcus H. Rosenmüller. "Das war super", sagt Tobias Maier, der das Tonwerk gemeinsam mit seinem Kollegen Andreas Wagner ins Leben gerufen hat. Etwa 100 Gäste seien da gewesen. Und auch der Filmproduzent von Trautmann habe die Veranstaltung besucht. "Er hat dann auch ein bisschen über den Film geredet und Fragen beantwortet", so Maier. Nachdem am Freitag und Samstag das Wetter nicht ganz mitgespielt hat, war das Freiluftkino am Sonntag wieder gut besucht. "Es waren auch viele Dorfner im Publikum", sagt Maier. "Die sind dann spontan vorbeigekommen, das hat uns sehr gefreut."

Die Kinosaison im Tonwerk dauert bis vierten August. Bis dahin werden wöchentlich von Mittwoch bis Sonntag unterschiedliche Filme gezeigt. Am kommenden Samstag gibt es ein Highlight. Denn an diesem Tag veranstaltet das Tonwerk ein Kurzfilmfestival. Diejenigen, die mit ihrem Kurzfilm daran teilnehmen wollen, mussten ihren Film bis Ende Juni an das Tonwerk senden. Aus dem eingeschickten Material haben die Brüder Thomas und Julian Wittmann aus Lengdorf nun eine Vorauswahl getroffen. Sie sind im vergangenen Jahr mit ihren Mopeds Bayern nach Las Vegas gefahren und machen darüber gerade einen Kinofilm. "Die beiden haben die Kurzfilme gesichtet und beurteilt", so Maier. Die besten Filme werden am Samstag auf dem Kurzfilmfestival gespielt.

Die Filme dauern zwischen zehn und 30 Minuten und sind Maier zufolge genreunabhängig und bunt gemischt. "Es geht um Freundschaften, Zivilcourage und Toleranz. Und auch Filme, die zum Nachdenken anregen sollen, sind dabei", erklärt er. Die Produzenten der Filme seien ebenfalls ganz unterschiedlich. "Einige Bewerber sind aus der Region, aber auch welche aus dem Ausland sind dabei", sagt Maier. Vor Ort wird es dann eine Jury geben, die die Filme beurteilt. Der beste Film wird mit einem Preisgeld in Höhe von 1000 Euro belohnt. Und auch die Zuschauer können ihren Lieblingsfilm wählen: Für den Publikumsliebling gibt es 250 Euro.

Neben dem Kurzfilmfestival wird es noch ein weiteres Filmfestival am Tonwerk Dorfen geben: Am 27. Juli findet dort außerdem das Bayerische Outdoor Filmfestival statt. Darauf freut sich Maier schon sehr. "Es geht dabei um Filme zum Thema Natur, Berge oder Sport, das ist sehr interessant", sagt er.

Die Filme beginnen meist mit Anbruch der Dunkelheit, gegen 21.15 Uhr. Dennoch ist schon ab 18 Uhr Einlass. Denn mit Musik und Cafébetrieb ist auch vor Beginn der Filme schon etwas geboten. Außerdem gibt es Food-Trucks, die wöchentlich wechseln. "Letzte Woche war es ein indischer Food-Truck, nächste Woche ist es ein griechischer", sagt Maier. Wer aber eher nach einem herkömmlichen Kinoerlebnis sucht, für den gebe es während des Films auch typische Kino-Snacks.

Kurzfilmfestival Dorfen , Samstag, 20. Juli, Einlass 18 Uhr, Filmbeginn 21.15 Uhr; Tickets unter www.freiluftkino-dorfen.de oder Abendkasse.

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Quelle:
SZ vom 18.07.2019
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