Taufkirchen Wasserschloss: Wirt gesucht

Taufkirchen will Gastronomie in Schwung bringen

Nach dem Kauf des Wasserschlosses durch die Gemeinde Taufkirchen wird nun fleißig am neuen Nutzungskonzept gearbeitet. Eines der zentralen Anliegen dabei ist es, die Gastronomie in Schwung zu bringen. Bislang gab es im prachtvollen Fuggersaal, im Pavillon und auf der Schlossterrasse lediglich die Möglichkeit, Veranstaltungen abzuhalten, die von einem Caterer beliefert wurden. Nun will die Gemeinde einen Pächter finden, der dort einen eigenständigen Betrieb führt. Wie Bürgermeister Franz Hofstetter (CSU) bei einem Pressegespräch erläuterte, stünden einem Pächter im Rahmen dieses Neuanfangs alle Möglichkeiten offen. Die Gemeinde würde Küche und Kühlräume maßgeschneidert nach den Bedürfnissen umbauen; es gebe auch hinsichtlich der Küche keine Vorgaben: "Bayerisch, Italienisch - das überlassen wir dem Pächter." Insgesamt handele es sich um eine Fläche von 380 Quadratmetern, bei Bedarf könne man sogar ein paar Hotelzimmer im zweiten Stock zusätzlich anbieten. "Ein Traum wäre es, wenn wir einen Wirt finden würden, der auch etwas für Konzerte oder Kultur übrig hat", sagte der Bürgermeister. Außerdem weiß man in Taufkirchen, dass so eine Gastronomie eine Anlaufphase benötige. Deswegen soll der Pachtpreis zum Einstieg "äußerst günstig" sein, sagte Hofstetter. Interesse von potenziellen Gästen sei bereits vorhanden, ergänzte Verwaltungsgeschäftsleiter Konrad Karbaumer. Es gebe insbesondere immer wieder Anfragen von Tagesausflüglern, die auf dem Vilstal-Radweg unterwegs seien: "Die sehen vom Radweg aus das schöne Schloss und gehen natürlich davon aus, dass man dort auch einkehren kann." Noch ist die Schlossgastronomie nicht ausgeschrieben, sagte Hofstetter, der Gemeinderat habe erst in der vergangenen Sitzung das Raumkonzept bestätigt. Der Fuggersaal werde nach einer Verpachtung zwar nicht mehr für Veranstaltungen der Gemeinde zur Verfügung stehen, aber dafür habe man ja noch den Festsaal im ersten Obergeschoss.