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Taufkirchen/Vils:Neuer Seelsorger wird vorgestellt

Griechisch-Orthodoxe feiern Gottesdienst in Johanneskirche

Die Corona-Pandemie hat auch die griechisch-orthodoxe Gemeinde in Taufkirchen/Vils getroffen. Da die Gläubigen wegen der Kontakteinschränkungen keine Gottesdienste feiern durften, musste die Gemeinde zudem finanzielle Rückschläge hinnehmen. Die Griechisch-Orthodoxe Kirche erhebt keine Kirchensteuer und lebt ausschließlich von Gottesdienstbesuchen und Kollekten. Am Sonntag, 31. Mai, wird nun um 11.30 Uhr der neue Geistliche Georgios Vletsis den Gottesdienst in der Johanneskirche feiern.

Wie aus der Pressemitteilung der griechisch-orthodoxen Gemeinde hervorgeht, war eine neue Besetzung der Pfarrstelle erforderlich. Die beiden Geistlichen, Erzpriester Apostolos Malamoussis und Erzpriester Ploutarchos Kostantinidis, die die Gottesdienste in der Evangelisch-Lutherischen Johanneskirche bisher abgehalten haben, gehören wegen ihres Alters zur Risikogruppe. Ab 31. Mai wird Erzpriester Georgios Vletsis den kirchlichen und pastoralen Dienst in Taufkirchen und Umgebung übernehmen. Am Gottesdienst an Pfingstsonntag wird auch Erzpriester Apostolos Malamoussis, Bischöflicher Beauftragter für die staatlichen Belange im Freistaat Bayern, teilnehmen und den neuen Seelsorger der Gemeinde vorstellen.

Um die "harmonische Zusammenarbeit mit dem Staat zu demonstrieren", habe Archimandrit Georgios Siomos, der Vorsteher der griechisch-orthodoxen Kirchengemeinde in Taufkirchen, "das spontane freiwillige Hilfsangebot" von Gemeinderätin Sosa Balderanou angenommen, und sie beauftragt, eine Liste der Gottesdienstbesucher anzufertigen und bei jedem Gottesdienst am Eingang der Kirche zu stehen, "um die ordentliche Umsetzung der entsprechenden staatlichen Vorschriften zu koordinieren", schreibt die Gemeinde. "Wir sind der Gemeinderätin Frau Sosa Balderanou innigst verbunden für ihre Bereitschaft, sich auch in dieser schwierigen Situation für das Wohl der bayerischen Gesellschaft zu engagieren."

Da über zwei Monate wegen der Corona-Krise keine Gottesdienste gefeiert werden durften, habe die Gemeinde auch finanzielle Rückschläge hinnehmen müssen, heißt es weiter. "Wie bekannt, erhebt die Griechisch-Orthodoxe Kirche keine Kirchensteuer und lebt ausschließlich von Gottesdienstbesuchen und Kollekten." Der Dank der Gemeinde geht zudem an den evangelischen Pfarrer Edson Schumacher "für seine Zustimmung, auch während der Corona-Krise in der Johanneskirche orthodoxe Gottesdienste feiern zu dürfen".

© SZ vom 27.05.2020 / sz

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