Süddeutsche Zeitung

Taufkirchen:Stärkung des Zusammenhalts

Taufkirchen feiert Gründung der Förderstiftung

Mit einem Festakt wurde im Wasserschloss die Gründung der neuen Förderstiftung gefeiert, die zur kulturellen Belebung des wieder herausgeputzten historischen Gemäuers beitragen soll. Die Mitglieder des Stiftungsrates enthüllten im Festsaal die "Zustifter-Tafel", die künftig im Erdgeschoss für Besucher gut sichtbar präsentiert werden soll: "Heute ist ein wunderbarer Tag, weil wir die Gründung der Förderstiftung für das Wasserschloss feiern können. Vergelt's Gott, den vielen engagierten Förderern des Wasserschlosses, die sich engagieren und damit den Zusammenhalt stärken", sagte Bürgermeister Franz Hofstetter (CSU), der zu den Mitinitiatoren der Förderstiftung und zu den Mitgliedern des Stiftungsrates gehört, der künftig zweckgebunden für kulturelle Projekte und für Maßnahmen zum Denkmalschutz jährlich etwa 10 000 Euro vergeben kann.

Das von der Gemeinde erworbene Wasserschloss sei nicht nur historisches Wahrzeichen der Gemeinde, sondern solle auch mit Leben gefüllt und kultureller Mittelpunkt im Gemeindeleben sein. Um künstlerische, kulturelle Veranstaltungen fördern zu können und interessante Programme ermöglichen zu können, sei die gemeinnützige Förderstiftung ins Leben gerufen worden. Neben der wichtigen Arbeit der mehr als hundert Vereine in der Gemeinde seien niveauvolle Angebote im kulturellen Bereich für das Wir-Gefühl in der Gemeinde wichtig. Klaus Ulrich Wolter, der Vorsitzende des 1996 gegründeten Fördervereins Schloss Taufkirchen enthüllte als neuer Vorsitzender des Stiftungsrates des Fördervereins mit Hofstetter und den weiteren Mitgliedern des Stiftungsrates die Zustifter-Tafel. Neben Förderverein, Gemeinde, Firmen und Privatleuten sei auch das Kultur-Sponsoring der lokal agierenden Sparkassen und Genossenschaftsbanken in diesem Kontext zur Finanzierung kultureller Angebote wichtig: "Sonst wäre die geplante Förderung so nicht machbar, und könnten wir die eine oder andere kulturelle Veranstaltung nicht ins Wasserschloss bringen", sagte Hofstetter. Bei der Förderstiftung hat sich insbesondere die Sparkasse Erding-Dorfen engagiert, die das Stiftungskapital von etwa 50 000 Euro auf 100 000 Euro verdoppelt hat. Vorstandsmitglied Michael Utzschneider, der mit dem Vorstandsvorsitzenden Joachim Sommer bei der Gründung der Förderstiftung mit von der Partie war, wünschte der neuen Stiftung alles Gute. Beim Kultursaal "Jakobmayer" in Dorfen habe die Bank ein vergleichbares Fördermodell zur Belebung des kulturellen Angebots bereits mit auf den Weg gebracht. In Taufkirchen handelt es sich um eine so genannte Verbrauchsstiftung, die etwas mehr als 100 000 Euro Stiftungskapital bis 2030 für beantragte Projekte im Wasserschloss ausgeben kann. Hofstetter teilte mit, dass neue Ausstellungsräume und die geplante Schatzkammer im Schloss bald Realität werden sollen. Ein neuer Archivpfleger sei gefunden und werde das Vorhaben ebenso wie Förderverein und - stiftung unterstützen. Die Stiftung soll Denkmalpflege, Kunst und Kultur im Schloss fördern. Wolter sagte, dass durch die neue Förderstiftung das Engagement des Fördervereins weiter ausgebaut werden soll. Der Förderverein hat als Gründungsstifter 20 000 Euro aus den Rücklagen eingebracht. Weitere mehr als 30 000 Euro haben private und betriebliche Förderer zur Verfügung gestellt. Die Kreissparkasse habe die bis Ende 2019 gesammelten 50 000 Euro dann auf das Stiftungskapital verdoppelt. Weil das Kapital in zehn Jahren verbraucht sein könnte, werden weitere finanzielle Förderer gesucht, damit die Stiftung, die das Kapital innerhalb von zehn Jahren verbrauchen darf, auch nach 2030 weitere Projekte und Veranstaltungen zweckgebunden fördern und Leben ins Schloss bringen kann.

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Quelle:
SZ vom 15.02.2020
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