bedeckt München

Taufkirchen:Projekt läuft nach Plan

Die oberirdischen Abbrucharbeiten des alten Schulgebäudes sind weitgehend abgeschlossen. Jetzt läuft der Spezialtiefbau.

(Foto: Renate Schmidt)

In zweieinhalb Jahren soll neue Taufkirchener Schule fertig sein

Von Philipp Schmitt, Taufkirchen

Der Ersatzneubau der Mittelschule mit neuer Mehrzweckhalle ist eines der ambitioniertesten und teuersten Vorhaben in der Historie der Gemeinde Taufkirchen. Bürgermeister Stefan Haberl (CSU) legt deshalb Wert darauf, wie er in der vergangenen Gemeinderatssitzung sagte, dass der Gemeinderat auch in der Corona-Pandemie aktuell und persönlich über den Sachstand des Projekts informiert werde. Die Rohbauarbeiten für das mehr als 37 Millionen Euro teure Projekt sollen Ende April starten. Im Juli 2023 soll alles fertig sein.

Zur Sitzung waren Vertreter der mit der Abwicklung des Projekts beauftragten Pfaffenhofener Firma BPM Hartl GmbH und des Architekturbüros nach Taufkirchen gekommen. Große Diskussionen gab es nicht, nachdem der Projektsteuerer Thomas Koch, Geschäftsführer Marcus Hartl und Architekt Simon Winter über die Lage auf der Baustelle berichtet hatten. Koch teilte mit, dass am 29. Januar eine aktuelle Prognose mit 37,35 Millionen Euro Gesamtkosten erstellt wurde. Seit Sommer laufen ihm zufolge vorbereitende Arbeiten und Umschlüsse der Gebäude, seit Herbst werde das alte Schulhaus abgebrochen. Das Projekt sei komplex, die Bodenverhältnisse seien schwierig. Die Gebäude befinden sich noch auf mehreren Ebenen, das künftige Schulhaus und die Mehrzweckhalle werden aber modern und barrierefrei. Im Sommer 2020 wurden Container als provisorische Klassenräume und für das Lehrerzimmer aufgestellt.

Der oberirdische Abbruch des alten Schulgebäudes sei weitgehend nach Plan abgelaufen und fast abgeschlossen. Derzeit laufe der Spezialtiefbau. Nicht ohne Risiken, denn vor einigen Tagen traf ein Bohrgerät eine Fernwärmeleitung in einem "Abzweig der Leitung", wie es hieß. "Das ist alles nicht ganz einfach", sagte der Projektleiter. Den genauen Schaden kenne er noch nicht, die Bausituation sei "komplex".

Das abschüssige Gelände müsse mit Bohrpfählen standfest gesichert werden. Koch sagte, er sei froh, dass der Terminplan wohl weitgehend eingehalten werde. Die nächsten Gewerke sollen sukzessive ausgeschrieben werden, die Pakete werden vorbereitet. Nach Abbruch, Tiefbau und Erdarbeiten folgen im Rohbau Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten und im dritten Paket Stahlbauarbeiten und das Wärmedämmsystem. Einige Gemeinderatsmitglieder wollten wissen, ob aufgrund der Pandemie nun vielleicht mit sinkenden Preisen gerechnet werden könnte. Aber Koch und Hartl mahnten zur Vorsicht. Euphorie sei im Hinblick auf die Baukosten nicht angebracht. Die Bauwirtschaft sei von der Pandemie bisher kaum gebremst worden. Hartl sagte, er warne davor, falsche Hoffnungen zu wecken. Koch fügte an, dass es Ende 2020 auf der Baustelle Verzögerungen gab, die aber nicht gravierend gewesen seien. Sollte der Winter nun an Intensität verlieren, könne der Zeitplan eingehalten werden. Mit dem Start der Rohbauarbeiten sei Ende April zu rechnen. Er hoffe auf einen milden Frühling.

Der Neubau soll im Juli 2023 fertig sein. Die Gesamtkostenprognose von 37,3 Millionen Euro liegt mehr als 419 000 Euro unter dem vom Gemeinderat 2020 genehmigten Kostenrahmen und Budget von 37,7 Millionen Euro.

© SZ vom 12.02.2021
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema