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Taufkirchen:Gesprächs-Telefon gegen die Einsamkeit

Viele Menschen sind wegen der strengen Kontaktbeschränkungen gerade besonders einsam. Selbstverständlichkeiten wie spontane Gespräche bei Veranstaltungen oder einfach mal ein "ausgiebiger Ratsch" beim Einkaufen oder mit den Nachbarn kommen derzeit sehr kurz. Dies hat nun die Taufkirchener Forum Inklusion zum Anlass genommen, ein Gesprächs-Telefon aufzubauen.

Von diesem Montag, 25. Januar, an bis vorerst Ende Februar sind Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr und zusätzlich am Dienstag und Donnerstag von 15 bis 17 Uhr engagierte Taufkirchener und Taufkirchnerinnen unter der Telefonnummer 08084/56 25 378 zu erreichen. Die Anrufer können sich mit ihnen über Taufkirchen austauschen, aktuelle Angebote wie zum Beispiel Essens-Lieferdienste oder die Erreichbarkeit der Seniorenlotsin und dergleichen erfragen und auch einfach nur "ratschen". Das Gesprächstelefon bietet keine psychologische oder seelsorgerische Beratung.

Alfred Scheb, stellvertretender Handlungsfeldleiter im Forum Inklusion, gab den Anstoß, so eine Gesprächsmöglichkeit auch in Taufkirchen anzubieten. "Bei unserem Gesprächs-Telefon beteiligen sich Leute, die sich gut in Taufkirchen auskennen", sagt Scheb. Gemeinsam mit Gabi Leythäuser, der Leitung des Handlungsfeld Gesundheit und Soziales, und Katharina Gaigl vom Mehrgenerationenhaus arbeitete Scheb die Idee aus und stellte sie Bürgermeister Stefan Haberl vor. Haberl unterstützt dieses Engagement: "Es freut mich besonders, dass sich Engagierte aus unserem Forum Inklusion zusammengetan haben und nun abwechselnd das Gesprächs-Telefon anbieten." Gabi Leythäuser ermutigt Jung und Alt das Angebot zu nutzen: "Trauen Sie sich. Rufen Sie dort an. Unsere Telefon-Team freut sich, wenn wir Sie unterstützen können, Infos geben und uns mit ihnen unterhalten können. Alle Informationen werden selbstverständlich vertraulich behandelt."

© SZ vom 25.01.2021 / sz
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