Supermarkt an der Ardeostraße Bedeutsam für Altenerding

Der jetzige Markt ist gut 800 Quadratmeter groß, der neue soll um die Hälfte größer werden. Die Kunden wollen das so, hieß es am Dienstag im Ausschuss. Ein Hotel soll dort ebenfalls gebaut werden.

(Foto: Renate Schmidt)

Der Einkaufsmarkt an der Ortsdurchfahrt soll abgerissen und durch einen neuen ersetzt werden. Und der soll sogar größer werden, dazu ist ein Hotel geplant. Eine Entwicklung, die alle befürworten

Von Antonia Steiger, Erding

In Altenerding hat es sich schon herumgesprochen, jetzt hat auch die Stadtpolitik über die Neuigkeit debattiert und daraus einen offiziellen Vorgang gemacht: In Altenerding an der Ecke der Austraße und der Ardeostraße soll auf Wunsch des Eigentümers der Edeka-Markt abgerissen werden. An seiner Stelle soll nicht nur ein neuer, größerer Markt entstehen, sondern auch ein Hotel. Einstimmig votierte der Stadtentwicklungs-, Umwelt- und Verkehrsausschuss dafür, dass für dieses Gebiet ein neuer Bebauungsplan aufgestellt wird. Er bekommt die Nummer 236. Ziel des Bebauungsplanes ist nicht nur, die Nahversorgung der Bürger in Altenerding sicherzustellen. Dazu soll auch die Verkehrssituation neu geordnet werden.

Der neuen Markt bekommt 1200 Qaudratmeter Fläche.

Die Stadträte waren sich weitgehend einig darin, dass der Einkaufsmarkt große Bedeutung für Altenerding hat. OB Max Gotz (CSU) wies zudem darauf hin, dass nicht nur die jetzigen Bürger Altenerdings irgendwo einkaufen können müssen, sondern auch diejenigen, die eines Tages in dem noch in Planung befindlichen Baugebiet an der Haager Straße Ost wohnen werden. 1500 bis 1600 Menschen könnten dort eines Tages eine neue Bleibe finden, sagte er. Auch aus diesem Grund erschien es den Stadträten im Ausschuss einsichtig, dass der Markt von gut 800 auf 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche anwachsen werde. Auf Nachfrage von ÖDP-Stadtrat Stefan Treffler sagte Gotz, dass man für kleinere Märkte keinen Investor mehr finde, weil die Menschen nur noch solche Märkte mit größeren Angeboten nachfragen würden. "Sonst gehen sie da nicht mehr hin." Auch Stadtbaumeister Sebastian Henrich fügte an, dass man sich von der Vorstellung lösen müsse, dass 800 Quadratmeter Verkaufsfläche für Einkaufsmärkte ausreichten. Es gelte, diesen Standort für den Einzelhandel langfristig zu sichern.

Ein Markt dieser Größe zählt zum großflächigen Einzelhandel, er kann nicht einfach gebaut werden mit Verweis darauf, dass sich das Vorhaben in die umliegende Bebauung einfügt. Deswegen wird ein Bebauungsplan für ein Sondergebiet benötigt. Im Laufe des Verfahrens kann die Stadtpolitik die Größe des Marktes und die Sortimente festlegen, wie Lolita Liening von der Stadtplanung erklärte. Parallel dazu muss auch der Flächennutzungsplan geändert werden, in dem das Areal derzeit noch als Mischgebiet firmiert.

Es sei "Begeisterung ausgebrochen", sagt Hans Balbach.

Das alles wird den Anwohnern herzlich egal sein. Erding Jetzt-Stadtrat Hans Balbach berichtete in der Ausschusssitzung davon, dass in Altenerding in seiner Nachbarschaft geradezu "Begeisterung ausgebrochen" sei, weil sich dort etwas tue. Der Markt sei wichtig für die gesamte Umgebung, ansonsten gebe es nur einen Bäcker und einen Metzger. Auch Hans Egger, Erding Jetzt, befürwortete die Entwicklung und sagte, diese Entwicklung sei ein gutes Gegengewicht für die Entwicklung in Erding West. Und Petra Bauernfeind (FW) fügte an: "Lieber was Gscheids, dann gehen die Leute auch hin." Gotz zufolge soll schon bald ein erster Plan vorgestellt werden. Auf Nachfrage aus dem Ausschuss fügte er an, dass dem ersten Eindruck zufolge die Unterbringung der nötigen Anzahl an Stellplätze kein Problem darstellen werde. Laut Liening muss dieser Plan auch eine Neuordnung für die Zufahrt beinhalten. Das sei dringend erforderlich. Wie es in der Vorlage der Verwaltung heißt, soll ein Hotel östlich und über dem Einzelhandelsmarkt gebaut werden.