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Stadtlauf Erding:Gerüstet für alle Fälle

So viel Startplätze wie noch nie hat Trisport für den diesjährigen Lauf vorbereitet. Man kann sich auch am Sonntag noch anmelden.

(Foto: Renate Schmidt)

Am Sonntag richtet Trisport Erding den 18. Lauf in der Innenstadt aus. Das schöne Wetter könnte die Läuferzahlen nach oben schnellen lassen, aber alle sind gut vorbereitet

So viele Startnummern wie noch nie hat der Verein Trisport Erding für den 18. Stadtlauf am Sonntag vorbereitet: knapp 1300. Die Nachfrage sei stagnierend bis leicht wachsend, sagt Jürgen Syré von Trisport Erding. Allerdings verschiebe sich das Interesse: Immer mehr Läufer gehen auf die kürzere Strecke über fünf Kilometer, die eher eine Strecke für Einsteiger ist, wie Syré sagt. So recht erklären kann er sich das nicht. Das Publikum wird sich jedoch auch in diesem Jahr vor allem für den Lauf über zehn Kilometer interessieren. Auch die deutsche Meisterin im Halbmarathon, die Vorjahressiegerin Marina Rappold, ist am Start.

Die Anziehungskraft des Laufevents ist ungebrochen. Und das ist ja auch kein Wunder, wie Syré findet. Der Zieleinlauf mitten in der Stadt ist etwas ganz Besonderes. Die schöne Umgebung, die gute Stimmung und die zahlreichen Zuschauer stacheln die Läufer an, um auf den letzten Metern das Allerletzte aus sich herauszuholen. Die Laufstrecke ist dieselbe wie im vergangenen Jahr: Über eine 2,5 Kilometer lange Schleife rennen die Läufer durch die Innenstadt, und das zwei oder vier Mal, je nachdem, zu welchem Lauf sie sich angemeldet haben. Unterwegs gibt es Wasser, die Trommelgruppe peitscht die Läufer nach vorne.

Im nächsten Jahr wird alles anders.

Das wird im kommenden Jahr alles anders: Die Stadt Erding reißt die Innenstadt auf, der Kanal wird saniert, die Fläche zwischen dem Rathaus und seinem Erweiterungsbau auf der anderen Straßenseite soll umgestaltet werden - und im Untergrund wird ein Tunnel gemauert. Eine langwierige Baustelle, die den Stadtlauf in seiner jetzigen Form ganz sicher unmöglich macht. Wie Syré sagt, hofft man, dass wenigstens der Stadttriathlon im Frühsommer ausgerichtet werden kann. Weil das aber alles andere als sicher ist, wird ein Plan B und ein Plan C ausgearbeitet.

Die Organisation des Stadtlaufs in der Erdinger City wirft aber auch dieses Jahr Probleme auf: Nicht nur seien einige Parkplätze nicht gut zu erreichen, zudem steht der Volksfestplatz nicht als Parkplatz zur Verfügung, weil dort Wohnwägen stehen. Deswegen hat Trisport die Teilnehmer aufgefordert, möglichst nicht mit dem Auto zu kommen - oder mehr Zeit einzuplanen. Auch bei der Feuerwehr Erding hat man reagiert: Weil die Feuerwehrleute im Falle eines Einsatzes das Haus an der Lebzelterstraße nicht gut erreichen können, ist die Wache während des Laufs permanent besetzt. Käme es tatsächlich zu einem Notfall, rückt die Feuerwehr mit Tatütata aus. "Und dann gehen die Läufer auch beiseite", sagt Syré.

Trisport Erding richtet den Lauf zum 18. Mal aus. Etwa 930 Läufer hatten sich online angemeldet, aber es werden noch mehr, denn die Wetterprognosen sind günstig: ideales Laufwetter. Mehrere hundert weitere Läufer kann Trisport auf die Strecke schicken. Und wenn am Ende die Startnummern für den 10-Kilometer-Lauf ausgehen, bekommen die Sportler eine Nummer, die vom Kinderlauf übrig geblieben ist. "Da steht dann Kinderlauf drüber", sagt Syré. Alles schon mal dagewesen, aber noch nie musste ein Läufer abgewiesen werden. "Zur Not stoppen wir ihn dann mit der Hand."

Die überwiegende Mehrzahl der Läufer kommt aus Oberbayern: 870 Kinder und Erwachsene. Einige kommen aus anderen Teilen Bayerns. "Bei manchen steht aber auch Polen, Russland, Ungarn oder Spanien dahinter." Dass diese Teilnehmer extra für den Erdinger Stadtlauf aus dem Ausland anreisen, glaubt Syré aber nicht. Dennoch freut er sich über ein buntes und internationales Teilnehmerfeld.

"Überrannt" wurde Trisport vor einem Jahr bei den Kindern, so viel wie noch nie hatten sich angemeldet. Dieses Jahr haben sie sich bislang zurückgehalten. Aber das kann sich auch noch ändern. Auch ob die Vorjahressiegerin Marina Rappold tatsächlich antritt, lässt sich nicht mit letzter Gewissheit sagen; angemeldet ist sie aber. Außerdem freut sich man beim Veranstalter auf Daniel Unger: Er war 2007 Triathlon-Weltmeister auf der Kurzdistanz und zwischen 2002 und 2008 viermaliger deutscher Meister auf der Sprint- und Kurzdistanz. In Erding wird er mit Hartwig Thöne von Sport 1 zu einem schlagfertigen Moderationsduo zusammengespannt, er geht aber auch selbst auf die Strecke. "Und dann moderiert er wieder weiter."

Der 18. Stadtlauf wird am Sonntag, 22. September, um 12 Uhr gestartet mit dem ersten von fünf Kinderläufen. Um 13.45 wird der 5-Kilometer-Lauf gestartet und um 14.30 und 15.30 Uhr die beiden 10-Kilometer-Läufe. Nachmelden kann man sich am Samstag von 15 und 17 Uhr und am Sonntag von 9.30 Uhr an am Schrannenplatz - bis spätestens 45 Minuten vor dem Start des Laufes.