Das Treffen mit den Organisatoren des Sinnflut Festivals, Börnie Sparakowski und Peter Feller, eine Woche vor dem Start hat etwas von einem Déjà-vu. Während den Aufbauarbeiten auf dem Volksfestplatz regnet es in Strömen – genauso wie im vergangenen Jahr. Aber bis zum Start am 23. Juli bleibt ja noch etwas Zeit. „Wir hoffen, dass dann das Wetter passt“, sagt Peter Feller.
Seit über 30 Jahren organisieren Sparakowski und Feller das „kleine Tollwood“ in Erding mit Markt, Kunst, Aktionen und Live-Musik. Als Feller im vergangenen Jahr ankündigte, kürzertreten zu wollen, wuchs die Sorge, dass das Festival vor dem Aus stehen könnte. Dem ist nicht so. Fellers Tochter Lea rückte in die Geschäftsführung nach. Zwei neue Kräfte, Janine Bach und Albert Zimmerer, kümmern sich um Homepage und soziale Medien. Auch darüber hinaus gebe es Interessierte, die sich auf unterschiedliche Weise einbringen wollten, sagt Feller.
Zudem wird die Sinnflut Kultur GmbH von der Stadt Erding unterstützt, unter anderem durch den Bauhof. Dieses Jahr kommt eine Besonderheit hinzu: Die Stadthalle Erding, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadt, veranstaltet im Rahmen des Sinnflut Festivals vier Konzerte in der Stadtwerke-Arena gleich nebenan. Für Auftritte der Spider Murphy Gang, Culcha Candela, The Sweet sowie Kamrad und Madeline Juno bietet die Arena jeweils 2700 Besuchern Platz.
Auf dem Gelände des Sinnflut erwartet die Besucher und Besucherinnen erneut ein Mix aus Marktständen mit Lederwaren, Schmuck, Kleidung und Handwerkskunst, internationaler Gastronomie sowie einem teilweise überdachten Biergarten. 93 Programmpunkte in elf Tagen zählen die Festivalmacher, darunter Graffiti- und Zirkuskunst, Wrestling-Shows und Tanzaufführungen.


Auf den drei Bühnen treten regionale Bands, Tanzgruppen und DJs auf. Die Sinnflut-Macher wollen lokalen Künstlern und Künstlerinnen die Auftrittsmöglichkeiten geben. „Wir wollen die heimische Kulturszene fördern“, sagt Heller, in einer Zeit, in der viele kleinere Festivals aufgeben müssen. „Kultur hat gerade sehr zu kämpfen“, sagt Sparakowski.
Die Zeiten für Festivalmacher werden also nicht einfacher. Umso wichtiger ist es den beiden, eine Veranstaltung ohne Konsumzwang auf die Beine zu stellen. Ein Festival für alle, für Jung und Alt und für Familien. „Die Leute sollen kommen und einfach eine gute Zeit haben“, sagt Börnie Sparakowski. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen.
Sinnflut Erding, Donnerstag, 23. Juli, bis Sonntag, 2. August, geöffnet: Montag bis Donnerstag 16 bis 0 Uhr, Freitag und Samstag 15 bis 0 Uhr, Sonntag 12 bis 0 Uhr. Eintritt frei. Weitere Informationen unter https://sinnflut.biz
Spider Murphy Gang (25. Juli), Culcha Candela (26. Juli), The Sweet (27. Juli), Kamrad und Madeline Juno (28. Juli), Stadtwerke Erding Arena, Am Stadion 14. Tickets unter ticket@stadthalle-erding.de oder bei https://www.eventim.de

