Ringschluss:Es bleibt, wie es ist

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Erding verhängt Veränderungssperre für Bereich, wo S-Bahn unterirdisch verlaufen soll

Von Antonia Steiger, Erding

Nur ein paar Meter unterhalb der Erdoberfläche wird die S-Bahn-Röhre liegen, wenn eines fernen Tages der S-Bahn-Ringschluss gebaut ist und Erding einen neuen Bahnhof auf dem Fliegerhorstgelände bekommen haben wird. Zumindest gilt dies für den Bereich in unmittelbarer Nähe des künftigen Bahnhofes östlich der Anton-Bruckner-Straße und westlich der Alten-Römer-Straße. Mit einer nur ein paar Meter unter der Erde liegenden Röhre vertragen sich allerdings nicht die Pläne des dortigen Grundbesitzers: Er möchte ein Mehrfamilienhaus errichten und hatte dazu vor mehr als einem Jahr einen Antrag auf Vorbescheid gestellt. Den hatte die Stadtpolitik vor einem Jahr zurückgestellt. Weil diese Rückstellung nach einem Jahr abläuft, an den Ambitionen der Stadt auf Bau des S-Bahn-Ringschlusses mit Bahnhof sich aber nichts geändert hat, hat der Planungs- und Bauausschuss für den Bereich nun eine Veränderungssperre verhängt.

Aber auch diese Sperre ist nur ein Jahr gültig. Wie Rechtsamtsleiter Andreas Erhardt den Stadträten erklärte, könnte anschließend eine eisenbahnrechtliche Veränderungssperre greifen - vorausgesetzt die Planungen sind bis dahin etwas weiter vorangekommen. Er hoffe, dass der Planfeststellungsbeschluss im kommenden Jahr fertig sei und das Auslegungsverfahren beginnen könne, sagte Erhardt. "Die Stadt Erding stellt die öffentliche Entwicklung über das Interesse eines Einzelnen", mit diesen Worten begründete OB Max Gotz (CSU) die Entscheidung. Das Interesse der Stadt sei "schon sehr groß", eine Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs im Flughafenumland sei überfällig. Christian Famira-Parcsetich klärte die Stadträte weiter auf: Der S-Bahn-Trog werde in einer offenen Baugrube errichtet - und nicht bergmännisch durch die Erde getrieben. Deswegen dürfe der Grundbesitzer diese Fläche jetzt nicht überbauen. Im Unterschied zu München liege die S-Bahn in Erding auch nicht zwanzig oder dreißig Meter tief, sondern nur zwei oder drei.

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