Das ging aber schnell: Erst Ende März diesen Jahres war Spatenstich für den Neubau der Firmenzentrale von Group7 im Gewerbegebiet Schwaig, Oberding. Am vergangenen Donnerstag, nur gut drei Monate später, hat der international agierende familiengeführte Logistikdienstleister Richtfest gefeiert für das neue 60 000 Quadratmeter große Dienstleistungszentrum sowie ein Bürogebäude mit 5000 Quadratmetern. Zudem sind 20 400 Quadratmeter Grünfläche eingeplant.
„Es ist schon wahnsinnig beeindruckend, mit welcher Dynamik und Geschwindigkeit der Bau dieses Gebäudes vorangekommen ist“, erklärte Oberdings Bürgermeister Bernhard Mücke (CSU) beim Richtfest. Dort überreichte der stellvertretende Landrat Franz Hofstetter (CSU) die Urkunde für den Klimapakt Bayern.
Group7-Vorstand Günther Jocher dankte allen, „die maßgeblich dafür gesorgt haben, dass wir heute die Richtkrone setzen können.“ Zudem gab er Einblicke in die Dimensionen des Bauprojekts, das in unmittelbarer Nähe zum heutigen Hauptsitz liegt: Das Hallendach wird von 380 Holzbindern gestützt, es wurden 2022 Betonfertigteile verbaut und die Bodenplatte wiegt beeindruckende 24 150 Tonnen. Das Dienstleistungszentrum wird Ende dieses Jahres fertiggestellt, während das Bürogebäude im zweiten Quartal 2025 bezugsbereit sein wird. Der Neubau dient als Erweiterung für das stark wachsende Unternehmen und verdreifacht die Kapazitäten am Standort Schwaig, informiert das Unternehmen.
Das Bürogebäude wird moderne Lounges, eine Dachterrasse, zahlreiche Parkplätze und eine weitläufige Parkanlage bieten, die das persönliche Miteinander stärken sollen, heißt es weiter. „Als Familienunternehmen legen wir großen Wert auf das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter. Unser neues Gebäude ist darauf ausgelegt, das Gemeinschaftsgefühl und Betriebsklima aktiv zu fördern“, so Günther Jocher. Insgesamt werden in Schwaig mehr als 200 neue Arbeitsplätze geschaffen.
Beim Bau setze man auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung, betont das Unternehmen. Das Gebäude werde die Goldzertifizierung von der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) erhalten. Zu den Highlights des Bauprojekts zählten 125 Ladesäulen für E-Autos und E-Lkw auf, sowie ein 1200 Quadratmeter großes Gründach und eine großflächige PV-Anlage, die jährlich drei Millionen Kilowattstunden Strom produziert. Diese Menge entspreche dem Jahresbedarf von 1000 Haushalten oder dem Betrieb von 50 000 Kühlschränken.

