Protestaktion Scharf zeigt Verständnis für "Maria 2.0"

CSU-Landtagsabgeordnete für Diskussion über Zölibat und Frauenpriestertum

Die Bezirksvorsitzende der Frauen Union Oberbayern und Erdinger CSU-Landtagsabgeordnete Ulrike Scharf unterstützt die Protestbewegung "Maria 2.0" innerhalb der katholischen Kirche. "Ich habe großes Verständnis für die Forderung der Protestbewegung "Maria 2.0" nach Reformen in der männerdominierten katholischen Kirche", teilt Scharf dazu mit.

Seit Samstag, 11. Mai, streikten Katholikinnen in ganz Deutschland und protestierten sieben Tage lang gegen die "unerträglichen Zustände" in der katholischen Kirche, wie Scharf weiter schreibt. Die Frauen kritisieren vor allem den Umgang der Kirche mit dem Missbrauchsskandal. Außerdem fordern sie, dass auch Frauen zum Priesteramt zugelassen werden. Scharf weist darauf hin, dass Frauen vielfältig in der Kirche tätig seien. Sie würden die Kinder auf die Erstkommunion und Firmung vorbereiten, planten und organisierten Feste in der Gemeinde und schmückten die Kirche zu den unterschiedlichen Festen im Kirchenjahr. Der volle Zugriff auf Ämter und Funktionen in der Kirche bleibt ihnen aber dennoch verwehrt.

"Frauen sind eine tragende Säule der katholischen Kirche. Sie engagieren sich in überaus hohen Maße. Wir brauchen dringend mehr Offenheit gegenüber Frauen in der katholischen Kirche", betont die langjährige Diözesanrätin Ulrike Scharf. Und sie erklärt weiter: "Das Potenzial der Frauen ist eine große Chance für die katholische Kirche, die in den kommenden Jahren einem großen Mangel an Geistlichen gegenüber steht. Wir müssen jetzt in eine intensive Diskussion über das Zölibat und das Frauenpriestertum einsteigen."

Die Deutsche Bischofskonferenz lehnt den Streik ab, man zeige jedoch Gesprächsbereitschaft. Man brauche einen Dialog und keinen Streik.