Erleichterung herrscht in der Belegschaft des gemeinnützigen Kommunalunternehmens VE München Ost nach dem Rauswurf des bisherigen Vorstands Jens-Folkard Schmidt. "Die Stimmung ist viel besser", sagt ein Mitarbeiter des Unternehmens, das für die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in 13 Mitgliedsgemeinden in den Landkreisen Ebersberg, München und Erding zuständig ist. Informiert wurden die Mitarbeiter bei einer außerordentlichen Personalversammlung am Freitag. Neben dem Vorstand hat nach Berichten von Mitarbeitern auch dessen Frau, die dort Personalchefin war, das Unternehmen verlassen. Die Stelle des Vorstands ist vakant, weil sich der Verwaltungsrat mit sofortiger Wirkung von Schmidt getrennt hatte. Grundlage war ein Gutachten des Bayerischen Kommunalen Prüfungsverbands. Der Verwaltungsratsvorsitzende Piet Mayr hat die Geschäftsführung kommissarisch übernommen. Dies sei in der Unternehmenssatzung so geregelt, so Mayr, der die Tätigkeit bis zur Bestellung eines neuen Vorstandes ausüben wird. Die Linke Ebersberg/Erding hat die Personalentscheidung gelobt. Allerdings geht ihr das Handeln nicht weit genug: Mindestens ein Mitarbeiter sei auch der kritisierten Personalpolitik des Vorstandes zum Opfer gefallen. Diese Entscheidung müsse überprüft werden.