Süddeutsche Zeitung

Sicherheitsvorkehrung:Schranke sichert Flutmulde ab

Bei Hochwasser sind in Oberdorfen immer wieder Autofahrer in eine überflutete Senke gefahren, nun soll das verhindert werden. Der Spitzname "Deppenbalken" steht schon.

Eine rot-weiß-gestreifte Schranke mit Warnblinklichtern soll in Oberdorfen künftig verhindern, dass Autos bei Hochwasser in eine überflutete Senke fahren und dort liegen bleiben. Das war in den vergangenen Jahren trotz Warn- und Verbotsschildern immer wieder der Fall. Dorfen ist bekannt für häufige Hochwasser. Das liegt daran, dass das Isental mit bis zu 1,8 Kilometern Abstand zwischen den Hangschultern zu den breitesten Tälern Oberbayerns zählt. Wenn bei einem Dauerregen die Böden kein Wasser mehr aufnehmen können, laufen die Niederschläge aus diesem großen Kessel in der Isen zusammen, die an dieser Stelle über die Ufer tritt. Feuerwehr und Bauhof stellen dann regelmäßig in Oberdorfen Warnschilder und Verbotsschilder auf, die immer wieder ignoriert werden. Vor allem ortsunkundige Autofahrer unterschätzen die Wassertiefe der überfluteten Straße am südlichen Ortsrand und dort säuft ihnen der Motor ab. Mit der neuen Schranke soll das nun anders werden: Ein Schild kann man umfahren, diese Schranke nicht. In Dorfen kursiert bereits ein wenig schmeichelhafter Spitzname für die neue Sicherheitsmaßnahme: Die Rede ist von einem "Deppenbalken".

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