Nordumfahrung Erding:800 Einwendungen sind eingegangen

Bei der Regierung von Oberbayern sind etwa 800 Einwendungen gegen die Nordumfahrung Erding eingegangen. Das teilt das Erdinger Bündnis für Klimaschutz und Flächensparen mit. Nach einer Überarbeitung der Pläne für die als Kreisstraße ED 99 geplanten neun Kilometer langen Ost-West-Verbindung zwischen der Bundesstraße B 388 und der Flughafentangente Ost gab es in diesem Jahr im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens eine zweite Öffentlichkeitsbeteiligung. Bei der ersten Runde im Jahr 2014 waren noch mehr als doppelt so viele Beschwerden gegen die Nordumfahrung eingereicht worden. Das Erdinger Bündnis für Klimaschutz und Flächensparen, dem der Bund Naturschutz (BN), der Verkehrsclub Deutschland, der Landesbund für Vogelschutz, die Biogenossenschaft Tagwerk und Einzelpersonen angehören, wertete die neuerlichen Einwendung dennoch als Erfolg. "Wir sind sehr erfreut, dass eine solch hohe Anzahl an Einwendungen eingegangen ist", wird Wolfgang Fritz, Initiator des Bündnisses, in einer Pressemitteilung zitiert. "Die Planung wirkt wie aus der Zeit gefallen", heißt es weiter. Es brauche Verkehrsvermeidung und Verlagerung auf die Schiene, mehr ÖPNV, einen konsequenten Ausbau der Radmobilität sowie von Car-Sharing-Angeboten. Das Bündnis beklagt, dass die Nordumfahrung das Naherholungsgebiet an Sempt und Fehlbach beeinträchtige, die Natur zerstöre und zu viele landwirtschaftlichen Flächen verbrauche. Die Kritiker der Nordumfahrung sehen "keinen Bedarf für weitere Flughafenzubringer", da man mittlerweile davon ausgehen dürfe, dass die dritte Start- und Landebahn nicht gebaut wird.

© SZ vom 04.08.2021 / flo
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