Neue Schule für Oberding Grünes Licht für Gelb

Gemeinderat einigt sich auf Innenausbau

Von Regina Bluhme, Oberding

Der Innenausbau der neuen Grund- und Mittelschule Oberding ist seit Dienstag beschlossene Sache. Einstimmig votierte der Gemeinderat für das Konzept des Architekten. Dieser setzt bei der Farbe auf Zurückhaltung, einzelne Farbtupfer sind aber erlaubt, und die sind gelb. Für Diskussion sorgte die Technik für die Schulbühne, deren Schätzkosten sich auf 114 000 Euro belaufen.

Es geht um die Böden, Decken, Schränke und Fliesen. Hier soll bei der Gestaltung nach Ansicht von Architekt Arthur Schankula "eher Zurückhaltung herrschen". Im Schulleben gehe es ohnehin farbig zu, mit bunten Jacken an der Garderobe oder Bildern und Plakaten an den Wänden. Die einzige Farbe, laut Schankula "ein warmes Gelb", laut Verwaltung eher "Richtung Zitrone", laut Schulleiter Johann Deschu "ein dezentes Gelb", war nicht jedermanns Geschmack im Gemeinderat. Das Gelb wird aber nur vereinzelt eingesetzt, zum Beispiel werden die verglasten Treppenhäuser ein geschlossenes Geländer in Gelb erhalten. Johann Deschu ist überzeugt, dass sich die Farbe "in Kombination mit den Grautönen und dem Holz sehr gut machen wird". Gelb werden auch die Küchenausgabe der Mensa und die Stühle der Klassenzimmer. Die Böden erhalten einen pflegeleichten Kautschukbelag in hellgrau. Die Technik für die kleine Bühne, zu der in der Aula Stufen führen, schlägt geschätzt mit rund 114 000 Euro zu Buche. Investiert werden soll in hochpreisige Markenqualität. Hier gab es durchaus kritische Stimmen, letztendlich betrachteten die Gemeinderäte das Geld aber als gut angelegt. Johann Deschu, der in den kommenden Jahren mit insgesamt um die 300 Schüler rechnet, verweist darauf, dass in den Kosten auch Installation und Gewährleistung enthalten sind. Die Arbeiten für das Schulhaus befinden sich im Zeitplan, zum Beginn des Schuljahrs 2020 soll das neue Gebäude bezogen werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 25 Millionen Euro.