Neue Mitarbeiterin vorgestellt Hilfe bei Trauer und Nöten

Lisa Müller hat an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt Religionspädagogik und kirchliche Bildungsarbeit studiert.

(Foto: Stephan Goerlich)

Die bisherige Dorfener Gemeindereferentin Lisa Müller vervollständigt das Team der Seelsorge am Klinikum Erding. Die Teilzeitstelle war 14 Monate lang vakant

Von Wilken Hustert, Erding

Das Team der Seelsorge des Klinikums Erding hat eine neue Mitarbeiterin: Die bisherige Dorfener Gemeindereferentin Lisa Müller wechselt nach zwei Jahren von dort nach Erding. Die Krankenhausseelsorge, die ursprünglich aus drei Teilzeitstellen bestand, war 14 Monate lang vakant, nachdem sich im Dezember 2015 Lisa Müllers Vorgänger verabschiedet hatte. Das Erzbistum München-Freising, das sich um die Verteilung der Seelsorger in der Region München kümmert, entschied, die unbesetzte Stelle Lisa Müller, die bereits in Dorfen als Seelsorgerin tätig war, zu übergeben. In Erding wird sie neben der Klinikseelsorge das Palliativteam verstärken.

Lisa Müller, 1982 in Grafing bei München geboren, hat an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt Religionspädagogik und kirchliche Bildungsarbeit studiert. Nach ihrem Studium arbeitete sie zunächst zwei Jahre als Gemeindeassistentin, bevor sie als Gemeindereferentin nach Neumarkt-St. Veit und schließlich nach Dorfen zog. Sie sagt von sich, sie sei eine "Spurensucherin", die bemüht sei, "Menschen zu helfen, die an ihre Grenzen kommen und Unterstützung benötigen". Das habe sie als Gemeindereferentin getan und werde es in der Krankenhausseelsorge fortführen. Sie werde denen, die zu ihr kommen würden, offen begegnen. "Gerade in den Schwachen finde ich meine Kraft", sagte Müller, eine Bibelstelle zitierend. Sie freue sich auch auf die Zusammenarbeit mit ihren Kollegen am Krankenhaus und im Palliativteam.

Man freue sich über den Zuwachs, der der Erdinger Krankenhausseelsorge ein "starkes Frauenteam" beschere, sagte Monika Schwarzenböck, die gemeinsam mit Eva Haubenthaler ihre neue Kollegin begrüßte. Lisa Müller bekam von ihnen je einen Segensspruch und ein Holzkreuz geschenkt, die sie während ihrer zukünftigen Arbeit symbolisch begleiten sollen.

"Wir sind froh, dass Sie da sind. Sie sind eine Bereicherung für unser Team", sagte auch Monika Vogt, die Geschäftsleiterin des Erdinger Palliativteams. Es sei wichtig für die Patienten zu wissen, dass sie nicht alleine wären, dass es für ihre Trauer, Sorgen und Nöte jemanden gebe, der sie begleite und sie unterstütze. In den vergangenen drei Wochen, in denen Müller bereits im Kreiskrankenhaus tätig gewesen sei, habe sie bereits bewiesen, dass sie ihre Arbeit "sehr ernst nimmt". Als Seelsorgerin wird es zu Lisa Müllers Aufgabe gehören, den Patienten geistlichen und spirituellen Beistand zu spenden, Ansprechpartner in schwierigen Momenten zu sein und sie bei Krisen zu begleiten.

Patienten, Besucher und Mitglieder des Krankenhauspersonals besuchten die von Gesang und Orgelmusik begleitete Einführungsmesse in der Klinikkapelle. Nach der Zeremonie und den Begrüßungsreden waren alle dazu eingeladen, bei Kaffee und Kuchen Lisa Müller näher kennenzulernen.