Nacht der Wunschsterne Kaufen und schenken

Der Christkindlmarkt in Erding beginnt am 23. November, eine Woche später findet eine besondere Aktion für benachteiligte Kinder und Jugendliche statt.

(Foto: Renate Schmidt)

Am 30. November haben die Geschäfte in Erding länger geöffnet - und davon sollen alle etwas haben.

Von Antonia Steiger, Erding

Die einen hätten gerne ein Pixi-Buch, andere einen Fahrradhelm oder ein Federmäppchen: Auch in Erding wohnen Kinder mit unerfüllten Wünschen. Damit das nicht so bleibt, hat eine Gruppe von Privatleuten rund um Renate Essbaumer die Aktion "Erding hilft - ein Wunschstern für unsere Kinder" ins Leben gerufen. Sie brauchen dazu die Unterstützung der Bürger und die der Einzelhändler. Um der Aktion maximale Aufmerksamkeit zu verschaffen, hat die Interessensgemeinschaft Ardeo für Freitag, 30. November, einen verkaufsoffenen Abend bis 22.30 Uhr beantragt. Der Verwaltungs- und Finanzausschuss hat ihn genehmigt, die Regierung von Oberbayern hat demnach ebenfalls signalisiert, dass dieser Wunsch genehmigungsfähig sei.

Kinder füllen ihre Wunschsterne aus.

Das Verfahren geht so: Die Stadt hat die so genannten Wunschsterne in den Schulen und Kindergärten verteilt. Kinder können sie ausfüllen, wenn sie einen Wunsch haben. Derzeit werden sie bereits wieder eingesammelt, wie Günther Pech vom Stadtmarketing den Stadträten erklärte. Sie werden an die Geschäfte weitergegeben, die sich an der Aktion beteiligen. Am Freitag, 30. November, werden die Sterne dann in den Geschäften ausgehängt. Kunden können einen Stern abnehmen, lassen ihren Namen notieren und besorgen das Geschenk. Sie geben es im Rathaus ab, und von dort gelangt es über die Einrichtungen an die Kinder. Nur dort wisse man, wer welchen Wunsch geäußert hat, sagte Pech. Sollten nicht alle Sterne abgenommen werden, springt die Benefizaktion des Münchner Merkur "Licht in die Herzen" ein und erfüllt die restlichen Wünsche. Im Ausschuss stieß die Aktion auf Begeisterung, OB Max Gotz (CSU) ermunterte die Schulen zur Teilnahme. Offenbar sorgen sich dort einige wegen der Datensicherheit, wie seinen Worten zu entnehmen war.

Geschäfte sorgen für sauberen Ablauf.

Wie Pech erläuterte, ist die Aktion anonymisiert; auf den Sternen notieren die Kinder nur ihren Vornamen und ihr Alter. Und nur in den Schulen und Kindergärten wisse man Bescheid, wer hinter welchem Namen steckt. Auf die Frage von Helga Stieglmeier, was der Beitrag der Geschäfte sei, sagte Pech, die Aktion könne wegen des Wetters nur in geschlossenen Räumen ablaufen. Die Geschäfte sorgen auch für einen sauberen Ablauf, indem sie die Namen derjenigen notieren, die einen Stern mitnehmen. "Das Schlimmste wäre, wenn ein Kind schreibt und es dann nichts bekommt."