Nach der Schließung Tauchzentrum: Tektur genehmigt

Festsaal wird künftig als Lager genutzt

Wegen mangelnden Brandschutzes hat das Landratsamt Erding vor kurzem die Schließung des U-49 Tauchsportzentrums in Aufkirchen beschlossen. In der Gemeinderatssitzung am Dienstag legte nun der Gebäudeeigentümer als erste Maßnahme eine Tektur für den Innenbereich des Gebäudes vor: Im Untergeschoss soll weiterhin das Tauchzentrum bleiben, das Erdgeschoss wird aber nicht mehr als Festsaal, sondern als Lager genutzt. Der Gemeinderat genehmigte den Antrag einstimmig.

Wie das Landratsamt am Mittwoch auf Nachfrage mitteilt, wurde mit Bescheid vom 14. März 2014 eine Tektur des Indoortauchzentrums inklusive Umbau des Festsaals genehmigt. Ein vom Bauherrn beauftragter Prüfsachverständiger habe jedoch dem Landratsamt in der Folge "lediglich Mängelberichte sowohl zum baulichen Brandschutz als auch zum anlagentechnischen Brandschutz" vorgelegt, aber keine Prüfbescheinigung. Da auch auf Zwangsgeldandrohungen keine Reaktion erfolgt sei, habe das Landratsamt die Nutzung des Gebäudes untersagt, schreibt die Pressestelle. Das Indoor-Tauchzentrum und der Festsaal sind seit 7. Juni zu.

Laut Antrag des Eigentümers soll das Untergeschoss künftig weiterhin als Tauchzentrum genutzt werden und auch vom bisherigen Betreiber geführt werden. Angepeilt ist eine Wiedereröffnung im Herbst. Die Festsäle im Erdgeschoss allerdings sollen laut Antrag aufgegeben und als Lagerräume umgenutzt werden. In der Vergangenheit hat es laut Gemeindeverwaltung große "immissionsrechtliche Konflikte" aufgrund der Feierlichkeiten im Erdgeschoss gegeben, die von einer Eventfirma veranstaltet wurden. Oder anders gesagt: Es hagelte Beschwerden von Anwohnern wegen Lärmbelästigung, und auch mit den Parkplätzen gab es immer wieder Probleme. Die Gemeinde habe ausdrücklich eine schriftliche Bestätigung verlangt dafür, dass das Erdgeschoss nicht mehr zu einem Festsaal umfunktioniert werde, sagte Oberdings Bürgermeister Bernhard Mücke (CSU). Ein entsprechendes Schreiben liege der Gemeinde bereits vor. Wie das Lager im Erdgeschoss künftig genutzt werde, stehe noch nicht fest.