Musikschule ErdingZupfen und trommeln

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Musikalische Früherziehung an der Kreismusikschule Erding mit Lehrerin Julia Schweigert. Das Bild entstand im Rahmen der Schnupperwoche an der Schule
Musikalische Früherziehung an der Kreismusikschule Erding mit Lehrerin Julia Schweigert. Das Bild entstand im Rahmen der Schnupperwoche an der Schule Renate Schmidt

Immer mehr Schülerinnen und Schüler besuchen die Erdinger Kreismusikschule und lernen eines von unzähligen Instrumenten. Jetzt wurde der Beirat der Schule neu gewählt

Von Isabel käsbauer, Erding

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Die Zahlen steigen: Immer mehr Schülerinnen und Schüler besuchen die Kreismusikschule in Erding. Dies sagte der Schulleiter Bernd Scheumaier kürzlich bei der Versammlung zur Wahl des neuen Beirats der Kreismusikschule, auf der er auch zu aktuellen Entwicklungen Auskunft gab.

So sei auch Zahl der belegten Wochenstunden im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen. "Wir haben inzwischen auch viele Schüler, die mehrere Instrumente spielen oder verschiedene Kurse besuchen," so Scheumaier. Insgesamt besuchen mehr als 2800 Schüler die Kreismusikschule. Die Schule habe Scheumaier zufolge auch keine Probleme, neue Schüler zu finden. Denn Musik, sagte er, habe in der Gesellschaft immer noch einen hohen Stellenwert. Die Kreismusikschule selbst ist als Verein organisiert, ihre Mitglieder sind der Landkreis und die einzelnen Gemeinden. Die Kosten für die Musikschule werden seit 1994 zu zwei Dritteln vom Landkreis und zu einem Drittel von den Gemeinden übernommen.

In der Schule an der Freisinger Straße gibt es keine Altersbegrenzung: Kleinkinder ab 16 Monate können an Kursen wie dem Babymusikgarten teilnehmen, aber auch für Senioren gibt es Angebote. "Wir versuchen mit unserem Angebot ein ganzes Leben abzudecken," sagte der Schulleiter. Die Schule biete außerdem ein großes Angebot an verschiedenen Instrumenten. Von Zupfinstrumenten bis hin zu Blechblasinstrumenten wird Unterricht an fast allen Instrumenten angeboten; die Gitarre und das Klavier seien allerdings immer noch die beliebtesten Instrumente, sagte Scheumaier. Im Rahmen der Musikschule haben sich 41 Ensembles gegründet, zum Beispiel Jazzbands und Spielorchester, die auf verschiedenen Konzerten spielen. Der Unterricht erfolgt in Einzel- sowie Gruppenstunden: "Es liegt momentan im Trend, zusammen zu musizieren," so Bernd Scheumaier.

Er will die Schule im ganzen Landkreis vernetzen, wie es auch in der Satzung festgelegt ist. Oft werde er von Grundschulen, Kindergärten und weiterführenden Schulen angesprochen, ob sie nicht zusammenarbeiten wollen. Weil die Zusammenarbeit immer speziell auf die Wünsche und das Alter der Kinder angepasst werde, werde der Schule viel Respekt entgegengebracht, sagt Scheumaier: "Oft höre ich von Kollegen anderer Schulen, dass sie unser Konzept als Vorbild sehen."

Damit es zwischen Schülern, Eltern und Schule zu keinen Problemen kommt, gibt es den Beirat. Das Gremium sorgt dafür, dass Wünsche, Fragen und Anregungen an die Schulleitung weitergegeben werden, er ist außerdem "ein Bindeglied zwischen Trägerverein, Fördernden Mitgliedern, Schulleitung, Lehrern, Eltern und Schüler," so Scheumaier. Aus diesen Gruppen werden auch die Beiratsmitglieder gewählt. Für die Lehrerschaft wurde schon am 16. November Martin Klinger ein weiteres Mal einstimmig gewählt. Auch Harald Lorenz blieb dem Gremium als Vertreter der fördernden Mitglieder erhalten. Karin Chiochina wurde in diesem Bereich von Anita Riedmann abgelöst. Chiochina hatte auch das Amt als Vorsitzende inne, dieser Posten wird allerdings erst im neuen Jahr vom Beirat neu gewählt. Für die minderjährigen Schüler sind Monika Wildner, Shelley Elliott, Gudrun Grün und Sebastian Haindl, für die volljährigen Andrea Myrth und Paul Riedmann in den Beirat gewählt worden.

"Für das kommende Jahr stehen auch schon Ideen im Raum", sagte die ehemalige Vorsitzende Karin Chiochina, die der Beirat aufgreifen könnte: "Beispielsweise wird schon seit Längerem die Umgestaltung der Aula geplant." Außerdem stehe bereits seit einigen Jahren der Gedanke eines Elternforums im Raum, durch das die Mütter und Väter besseren Einblicke in die Musikschule erhalten könnten. Der Beirat, so hat man es sich vorgenommen, wird auch wieder an den vielen Veranstaltungen über das kommenden Jahr hinweg mitwirken.

© SZ vom 13.12.2016 - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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