Maximilian Kronseder Ideen aus dem Kinderzimmer

Empfindet Kinder als die ehrlichsten Zuhörer: Musiker und Komponist Maximilian Kronseder.

(Foto: Privat)

Der Erdinger Musiker komponiert Kinderlieder, auch mit den eigenen Kindern. Außerdem spielt er in der Band DeSchoWieda. Die neuen CDs will er per Crowdfunding im Internet finanzieren

Von Zoë Kögler, Wartenberg

Der 33-jährige Maximilian Kronseder hat schon mit sieben Jahren begonnen, Musik zu machen. Damals lernte er an der Kreismusikschule Erding Gitarre, gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder. Mit 14 oder 15 war er dann in ersten Bands, sie hätten Pop- und Rockmusik gemacht, erzählt Kronseder. Heute ist er in der Gruppe DeSchoWieda. Sie spielen bayerische Popmusik, arrangiert mit Volksmusikinstrumenten. So steht es auf der Website, auf der sie Geld für ihr neues Album sammeln. Kronseder macht unter seinem Künstlernamen Maxi Milian aber auch Kinderlieder. Der "Kindergartensong" hat sich sogar einige Tage beim Radiosender Bayern 3 bei den Frühaufdrehern gehalten. Durch ein Crowdfunding-Projekt möchte Kronseder nun seine zweite Kinderlieder-CD herausbringen.

"Nochmal, nochmal, Papa"

Die erste CD "Wunderlieder" war seinem Sohn Leon gewidmet. Die zweite habe er für sein zweites Kind Philipp geschrieben, sagt Kronseder. Die Lieder für die neue CD seien eigentlich fertig, er müsste sie nur noch aufnehmen. Leon, der heute sechs Jahre alt sei, dürfe sogar mitsingen. Darauf freue sich der Sechsjährige schon, erzählt er, das Musikmachen sei aber zwanglos. Im Moment würden die beiden aber gerne singen. "Daheim gibt es eine Papa-Gitarre und eine Kinder-Gitarre", erzählt Kronseder.

Die Lieder für die neue CD hat er gemeinsam mit den Kindern erarbeitet. Kronseder selber nennt das "Ideen aus dem Kinderzimmer". Die Lieder, die er alleine schreibt, müssen sich aber erst einmal einer Prüfung unterziehen. Der 33-Jährige spielt seinen Kindern seine Kompositionen vor - wenn es heißt "nochmal, nochmal, Papa", dann haben die Lieder die Prüfung bestanden. Auf dieselbe Methode seien aber auch schon mal zwei oder drei Lieder rausgeflogen, sagt Kronseder.

Kinder sind die ehrlichsten Zuhörer.

Beim Schreiben seiner Lieder sind ihm verschiedene Punkte wichtig. "Die Kinder müssen Spaß haben", sagt er. Aber auch spielerisches Lernen durch Musik möchte er anregen, zum Beispiel mit seinem geplanten Zahlenlied. Manche Titel sollen eher Schlaflieder zum Entspannen sein, andere wiederum zum Toben einladen. Was auch wichtig sei, erklärt er lachend, dass auch die Eltern die Musik über längere Zeit hören könnten.

Kinder empfindet Kronseder als die ehrlichsten und schönsten Zuhörer. Sie würden mitmachen. Grundsätzlich mache ihm aber sowohl Musik für Kinder als auch für Erwachsene Spaß. Er wolle weiterhin beides machen, betont er. "Wunderlieder - die Zweite" möchte Kronseder im nächsten Sommer veröffentlichen. Aus diesem Grund will er bis zum 11. Dezember durch Crowfunding 7 500 Euro sammeln, um das Projekt zu verwirklichen. Wenn genügend Geld zusammenkommt, sei dieses Mal möglicherweise sogar ein Video drin, erzählt Kronseder. Dann könnte er es vielleicht auch auf den Kinderkanal schaffen.

Mit DeSchoWieda arbeitet Kronseder ebenfalls an einem neuen Album. Es ist für Frühjahr 2018 geplant. Um das Projekt zu finanzieren, setzt auch die Band auf Crowdfunding. Bis zum 30. November sollen so 20 000 Euro zusammenkommen. Das Geld ist zum einen für das Album selbst, zum anderen aber auch für neue Technik. Als Anreiz bieten DeSchoWieda verschiedene Dankeschöns. Je mehr man spendet, desto exklusiver die Belohnung. Wer zum Beispiel 8000 Euro beisteuert, bekommt ein Privatkonzert, im Wohnzimmer, auf der Hütte oder im Garten. Das Bier bringen DeSchoWieda selbst mit.