CSU-Politiker Manfred Lex ist der neue zweite Bürgermeister von Moosinning. Er folgt damit auf Manfred Renner (BB), der sein Amt Anfang November niedergelegt hatte, weil er ein Strafverfahren wegen sexueller Nötigung erwartet. ihn Lex, 59, wurde vom Moosinninger Gemeinderat mit elf Stimmen vor dem Gegenkandidaten Georg Nagler (SPD) gewählt. Nagler erhielt neun Stimmen.
Lex ist Kfz-Meister und geht im Mai des kommenden Jahres in Altersteilzeit, kann sich also bald ganz auf sein Amt konzentrieren. Sein Vorgänger war auch von seinen Posten im Hauptverwaltungsausschuss und beim Wasserzweckverband zurückgetreten. Diese wird nach Beschluss des Gemeinderats Renners Nachfolger im Gremium, Helmut Scharlach (BB) besetzen.
Renner hatte im Sommer vergangenen Jahres die Moosinninger Bürgermeisterin Pamela Kruppa (CSU) während ihres Schwangerschaftsurlaubs vertreten. Damals soll Renner bei zwei Gelegenheiten Mitarbeiterinnen der Verwaltung sexuell bedrängt haben. Diese hatten daraufhin Anzeige erstattet, die Kripo ermittelte. Im Januar wird es am Amtsgericht Erding ein Verfahren gegen Renner geben.