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Moosinning:Farbattacke macht Kruppa "stinkwütend"

Unbekannte haben das Haus von Pamela Kruppa, Bürgermeisterin der Gemeinde Moosinning, mit roten Farbgeschossen beworfen. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei.

Pamela Kruppa (CSU), Bürgermeisterin der Gemeinde Moosinning, kann sich auch einige Tage nach der Farbattacke auf ihr Wohnhaus in Eichenried keinen Reim auf die Tat machen. "Ich habe keine Vermutung, wer das gewesen sein könnte", sagte sie. Am Montag hatte ein bislang unbekannter Täter die Fassade ihrer Wohnung im ersten Stock mit zwei Flaschen roter Farbe beworfen.

Unbekannte haben das Haus von Pamela Kruppa (CSU), Bürgermeisterin der Gemeinde Moosinning, mit roten Farbgeschossen beworfen.

(Foto: Peter Bauersachs)

Die Geschosse zerbarsten an der Wand, hinterließen zwei faustgroße Löcher im Putz und eine unsägliche Sauerei auf dem Hof der Bürgermeisterin. Sogar ihr Auto wurde in Mitleidenschaft gezogen. "Wir haben zu fünft vier Stunden lang geputzt", sagte Kruppa. Die Kriminalpolizei in Erding ermittelt in diesem Fall, auch ihr fehlen noch jegliche Anhaltspunkte.

Kruppa: "Die Beamten schließen aber aus, dass es rein zufällig mich getroffen hat. Auch, dass es eine spezielle, sehr aggressive Farbe war, die eigens in die Flaschen umgefüllt worden ist und die nicht jeder zu Hause hat, deutet auf eine geplante Tat hin."

Kruppa hat sich merklich Gedanken über ein Motiv gemacht - ohne Ergebnis. "Derzeit werden bei uns keine Themen mit besonderem Zündstoff behandelt. Bei allen anderen herrschte stets reger Austausch mit den anderen Parteien und große Transparenz für die Bürger." Ob ihr die Farbattacke Angst mache? "Nein", sagt Kruppa. "Ich bin nur stinkwütend und hoffe, dass der Täter bald erwischt wird."

© SZ vom 13.01.2011/maz
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