bedeckt München 24°

Moosburg:Falscher Sicherheitsmann

Echt aussehende Spielzeugpistole auf Herbstschau sichergestellt

Ärger hat sich ein 22-jähriger Landshuter eingehandelt, der sich am Mittwochnachmittag auf der Moosburger Herbstschau als Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes ausgegeben hatte. Einem aufmerksamen Mitarbeiter eines Verkaufsstands kam der Mann nicht geheuer vor. Er informierte daher nach Angaben der Moosburger Polizei den richtigen Sicherheitsdienst. Dessen Mitarbeiter kontrollierten den jungen Mann und informierten die Polizei.

An Brisanz gewann der Zwischenfall, als die Sicherheitskräfte in einer mitgeführten Tasche des 22-Jährigen eine schwarze Pistole fanden. Diese war auch von außen deutlich zu erkennen. Wie die weiteren Ermittlungen ergaben, handelte es dabei um eine Spielzeugpistole. Polizisten bewerteten sie als so genannte "Anscheinswaffe", weil sie einer "echten" Schusswaffe täuschend ähnlich sieht. Der Landshuter hatte sie auf dem Volksfest beim Gewehrschießen erworben und anschließend aus der Verpackung genommen. Die Polizei stellte die Waffe sicher.

Die Beamten gewannen den Eindruck, dass sich der 22-jährige Landshuter offensichtlich einfach "wichtig" machen wollte. Sein Auftritt auf der Herbstschau hat ihm allerdings einen Anzeige wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz eingehandelt, da das Führen derartiger "Waffen" verboten ist.

Die Moosburger Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass das Führen solcher täuschend echt aussehender Spielzeugpistolen nicht nur verboten ist, sondern aufgrund der Verwechslungsgefahr eine große Verunsicherung bei den Festbesuchern entstehen kann. Außerdem werden auch Einsatzkräfte zunächst von einer "echten" Schusswaffe ausgehen müssen und ihre Maßnahmen daran anpassen.