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Langenpreising:Wollschläger als Stimmenfänger

Die neugegründeten Grünen ziehen in Gemeinderat Langenpreising

Auf Anhieb drittgrößte Kraft ist in Langenpreising die erst im vergangen Jahr gegründete Ortsgruppe "Grüne/Bürgerliste Langenpreising" mit ihrem Bürgermeisterkandidaten Toni Wollschläger geworden. Den Bürgermeisterposten machen bei der Stichwahl am Sonntag, 22. März, erwartungsgemäß Josef Straßer (FWG) und Leo Melerowitz (CSU) unterein- ander aus, aber mit 21 Prozent der Stimmen hat Wollschläger ein mehr als achtbares Ergebnis erzielt und dabei weitaus besser abgeschnitten als seine Liste, die 17,88 Prozent der Stimmen erhalten hat und nach FWG (33,24 Prozent) und CSU (32,66 Prozent) im neuen Gemeinderat drittstärkste Fraktion ist. Die Freien Wähler Zusdorf kamen auf 14,08 Prozent. Keine große Rolle bisher und künftig gar keine mehr, spielt die SPD, die nur 2,14 Prozent erhielt und damit nicht mehr im Gemeinderat sitzt. Ihr Bürgermeisterkandidat Johann Kaspera kam sogar nur auf 1,50 Prozent - in Stimmen ausgedrückt: 23 Langenpreisinger wählten ihn nur.

Dass der "Polit-Profi" Wollschläger, er ist im Freisinger Kreistag Fraktionssprecher der Grünen, frischen Wind mit seiner überraschenden Kandidatur gebracht hat, zeigen die Einzelergebnisse. Mit 1299 Stimmen hat der Grüne das viertbeste Ergebnis von allen Kandidaten geschafft - aus dem Stand heraus. Nur Josef Straßer (1841) und Natalie Kienmüller-Stadler (1637) von der FWG, sowie Leo Melerowitz (1537) sammelten mehr Stimmen auf den Listen ein. Neben jeweils fünf Mitgliedern von CSU und FGW, und zwei der Freien Wähler Zusdorf, sitzen ab Mai nun auch Toni Wollschläger und sein Parteikollege Michael Brandt im Gemeinderat. Die SPD, die bisher zwei Sitze hatte, wird nicht mehr im 14-köpfigen Gremium vertreten sein.

© SZ vom 17.03.2020 / wil

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