Kreisverkehre in Erding Planung schreitet voran

Erding will die Kreuzung der Siglfinger Straße mit Rennweg umbauen

Von Antonia Steiger, Erding

Unverdrossen plant die Stadt Erding weiter an einer Umgestaltung der Kreuzung der Siglfinger Straße mit dem Rennweg in einen Kreisverkehr. Dass die Stadt für den Umbau noch Grund kaufen muss, dessen Besitzer sich bislang nicht verkaufsbereit zeigen, wird kaum thematisiert. Nur in einem Nebensatz bestätigte OB Max Gotz (CSU) in der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses am Mittwoch, dass dieses Problem weiter darauf wartet, gelöst zu werden.

Die Kreuzung gilt als unfallträchtig. Sie ist stark frequentiert, unter anderem durch die vielen Berufsschüler und der Schüler der FOS/BOS, von denen viele schon volljährig sind und am liebsten mit dem Auto in die Schule fahren. Doch auch die Bewohner der Sandgrubensiedlung trügen zu dem hohen Verkehrsaufkommen und der Überlastung der Siglfinger Straße bei, betonte Gotz in der Sitzung. Auf Nachfrage von Hans Balbach (Erding Jetzt) bestätigte er jedoch, dass das Linksabbiegeverbot vom Rennweg in die Siglfinger Straße bestehen bleibe. Während der Bauzeit gebe es einen Bypass oder eine temporäre Änderung der Regelung. Er sei jedoch nicht gewillt, noch mehr Verkehr in die Siedlung fließen zu lassen, damit es die Berufsschüler schön bequem haben. Rainer Mehringer (FW) stimmte ihm darin zu.

Der Ausschuss befasste sich kritisch mit den Stellungnahmen zum Bebauungsplan, wobei Stadtbaumeister Sebastian Henrich sich laut über den Vorschlag des Wasserwirtschaftsamtes wunderte, man möge das Niederschlagswasser breitflächig versickern und - wenn erforderlich - dazu eine "naturnah gestaltete Versickerungsmulde" anlegen. Das wird nicht passieren, weil die Stadt dafür Grund kaufen müsste, wo sie doch schon am Kauf der Flächen für den Kreisverkehr zu scheitern droht. Regen werde wie bisher über den Mischwasserkanal des Abwasserzweckverbandes abgeleitet.