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Kreistag Erding:Kreishaushalt 2017 genehmigt

Um mehr als sechzig Prozent ist das Haushaltsvolumen des Landkreises Erding innerhalb von zehn Jahren gestiegen, das hat Kämmerer Helmut Helfer den Kreisräten in der Sitzung des Kreistages erläutert. Anlass war die vorliegende Jahresrechnung für das Jahr 2017. Der Gesamthaushalt 2017 hatte ein Volumen von 165,8 Millionen Euro. Zehn Jahr zuvor lag es Helfer zufolge bei 102 Millionen Euro. Die Zunahme um 63 Millionen entspreche einer Steigerung um 61 Prozent.

Der Verwaltungshaushalt hatte ein Volumen von 148,4 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt von 17,4 Millionen. Dass der Landkreis in diesem Jahr gut gewirtschaftet hat, lässt sich daran erkennen, dass er im Verwaltungshaushalt, der die laufenden Kosten abbildet, ein Plus erwirtschaftet hat, das als Zuführung in den Vermögenshaushalt wandert, der die Investitionstätigkeit des Landkreises abbildet. Die Zuführung lag sogar höher als erwartet: Statt 9,6 Millionen Euro wanderten 11,7 Millionen Euro in den Vermögenshaushalt. Zustande kommt die höhe Zuführung vor allem durch geringere Ausgaben, zum Beispiel für das Personal (800 000 Euro weniger), einen geringeren Zuschussbedarf für die Jugendhilfe (652 000) und für die Sozialhilfe (354 000). Gleichzeitig war aber auch eine Rücklagenentnahme in Höhe von 1,46 Millionen erforderlich, wie Helfer erläuterte, um alle Investitionen zu bezahlen.

Die Rücklagen des Landkreises waren zum Ende des Jahres 2017 auf 4,78 Millionen Euro zurückgegangen, ein Jahr zuvor lagen sie noch bei 6,24 Millionen. Das bedeutet aber nicht einen kontinuierlichen Rückgang. Der Posten schwankte in den davor liegenden Jahren zwischen 9,86 Millionen im Jahr 2012 und 3,97 Millionen im Jahr 2014. Kontinuierlich bergab geht es dagegen mit dem Schuldenstand. Er lag Ende des Jahres 2017 bei 15 Millionen, zehn Jahre zuvor lag er noch bei 33,4 Millionen. Er hat sich als im Laufe einer Dekade etwa halbiert, wie Helfer erklärte. Der Kreistag genehmigte die Jahresrechnung ohne Gegenstimme.