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Kreis- und Stadtsparkasse Erding-Dorfen:Auf der Höhe der Zeit

Neue Hauptgeschäftsstelle am alten Platz neben dem Landratsamt und der Stadthalle Erding eröffnet

Von Philipp Schmitt, Erding

Nach etwas mehr als zwei Jahren Bauzeit ist am Montag die neue Hauptgeschäftsstelle der Kreis- und Stadtsparkasse Erding-Dorfen am Alois-Schießl-Platz eröffnet worden: "Das moderne Gebäude ist gut gelungen, ein Blickfang, eine Bereicherung für das Erdinger Stadtbild. Es steht selbstbewusst, aber nicht überheblich da", sagte OB Max Gotz (CSU) bei der Eröffnungsfeier, er ist derzeit Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse. Er sei froh, dass durch "die Revitalisierung der Hauptgeschäftsstelle" die Weichen in eine erfolgreiche Zukunft in einem rauen Branchenumfeld gestellt worden seien. "Wir mussten in eine moderne Infrastruktur investieren."

Der Wettbewerb im Bankensektor sei wegen Digitalisierung und Nullzinspolitik hart, das Oberzentrum Erding und die Wachstumsregion brauche aber leistungsfähige regionale Banken. Dass die für Ende 2020 geplante Eröffnung nicht eingehalten werden konnte, begründete Gotz mit der Corona-Pandemie und Lieferschwierigkeiten im Bau-Boom. Dennoch sei er mit dem Ergebnis zufrieden, auch wenn im Außenbereich noch einige Bagger stehen. Er sei froh, dass trotz der anfänglichen Widerstände die Entscheidung für "die Revitalisierung" getroffen wurde. Das Resultat könne sich sehen lassen. "Avantgardistisch" und "sehr gelungen" sei das neue Gebäude, findet der Vorstandsvorsitzende Joachim Sommer.

Die reinen Baukosten für das barrierefrei und nachhaltig nach einem auf Energieeffizienz ausgerichteten Konzept gebaute Zentralgebäude liegen Sommer zufolge mit 28,5 Millionen Euro im Rahmen des kalkulierten Budgets. Nach dem Abriss der gerade mal 35 Jahre alten Hauptgeschäftsstelle sei das Haus zügig gebaut worden, um "zeitgemäßes Banking" und Kundennähe mit der 195 Jahre alten Tradition der 1825 gegründeten Bank noch besser verbinden zu können.

Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) erinnerte daran, dass nach dem Abriss nur noch vier Stützen standen. Die Entscheidung für den Neubau sei "mutig, richtig und zukunftsweisend" gewesen, auch wenn dafür einige "Widerstände ausgehalten werden mussten". Bis kurz vor dem Abriss hatte es stets geheißen, das Gebäude werde lediglich entkernt und anschließend zeitgemäß umgebaut. Der Dorfener Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) sprach dennoch lieber von einer "bestens gelungenen Revitalisierung des Gebäudes". Das neue Sparkassenhaus füge sich hervorragend zwischen Stadthalle und Landratsamt ein und biete in "modernen, lichtdurchfluteten Räumen" einen adäquaten Rahmen für moderne Bankdienstleistungen und Arbeitsplätze mit Wohlfühlambiente für Mitarbeiter und Kunden. In der Wachstumsregion seien gute Rahmenbedingungen für die regionalen Banken wichtige Erfolgsfaktoren geworden. Die Einweihung sei das Ende eines "anstrengenden und manchmal auch holprigen Weges", sagte Grundner als stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzende.

Die symbolische Schlüsselübergabe an Gotz und Sommerdurch Architekt Schmidhuber erfolgte in Form eines Brezengebäcks.

(Foto: Renate Schmidt)

"Es ist ein tolles Projekt und hat bislang viel Spaß gemacht", sagte Architekt Florian Schmidhuber. Er übergab symbolisch den Schlüssel in Form einer Riesenbreze an OB Gotz und Sparkassen-Chef Sommer. Das Projekt verglich Schmidhuber mit einem mutigen Sprung aus luftiger Höhe, vor dem im gegenseitigen Vertrauen ein Fallschirm gebastelt worden sei, der dann nach dem Sprung eine "ganz gute Landung" ermöglicht habe. Mehr als tausend Leute seien am Projekt beteiligt gewesen und mehr als eine Million Einzelteile seien in tausenden Bauelementen verbaut worden.

Bereits am Montag Vormittag wurde ein rotes Band durchschnitten und damit die Hauptgeschäftsstelle mit Service- und Beratungscenter und Platz für die Verwaltung eröffnet. Am Abend fand die Feier in kleinem Rahmen statt. Die Einweihung vollzogen der katholische Stadtpfarrer Martin Garmaier und evangelische Pfarrer Christoph Keller. Im neuen Sparkassenhaus gibt es nicht nur Räume für Beratungen, Veranstaltungen, Schulungen und ein Konferenzzentrum, sondern auch 1453 Schließfächer und Arbeitsplätze für 220 Mitarbeiter. 65 Berater arbeiten im 6200 Quadratmeter umfassenden Beratungscenter.

© SZ vom 16.06.2021
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