Haushalt Dickes Plus bei der Gewerbesteuer

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Das Rathaus in Erding kann sich sehen lassen.
Das Rathaus in Erding kann sich sehen lassen.
Renate Schmidt

Erdings Kämmerer Kurt Hiller muss im Nachtragshaushalt ein paar Korrekturen vornehmen.

Von Regina Bluhme, Erding

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Regelmäßig im Herbst legt Erdings Kämmerer einen Nachtragshaushalt vor und regelmäßig muss er die Zahlen für die Gewerbesteuer nach oben korrigieren. Diesmal konnte Kurt Hiller ein Plus von 13,5 Millionen Euro bei den Gewerbesteuereinnahmen verkünden.

Die Zahlen aus Erding liefen „dem zuwider, was gerade in unserem Land passiert“, erklärte Oberbürgermeister Max Gotz am Dienstag im Stadtrat. Während viele Kommunen finanziell am Limit sind, hält sich Erding. „Wir sind gut aufgestellt und werden uns auf die Kernaufgaben konzentrieren“, betonte Gotz.

Insgesamt erhöht sich der Verwaltungshaushalt, in dem die laufenden Einnahmen und Ausgaben abgebildet sind, um rund 13,7 Millionen Euro auf nun rund 118 Millionen. Der Hauptgrund für die Steigerung sind die höheren Einnahmen durch die Gewerbesteuer, informierte Kämmerer Kurt Hiller. Sie fallen um rund 13,5 Millionen Euro höher aus als ursprünglich angenommen und belaufen sich nun auf 36 Millionen Euro.

Wie Kämmerer Kurt Hiller informierte, beruht die Steigerung auf Nachzahlungen aus den Jahren 2021 und 2022. Es habe sich herausgestellt, dass sehr viele Betriebe doch wesentlich besserer Ergebnisse erzielt hätten, als zunächst erwartet. Deutlich höher fallen auch die Schlüsselzuweisungen aus. So erhält die Stadt im laufenden Haushaltsjahr statt der veranschlagten zwei Millionen tatsächlich rund 4,8 Millionen Euro.

Weniger Ausgaben als gedacht beim Personal – das ist kein gutes Zeichen

Bei anderen Posten muss die Kämmerei allerdings die Zahlen nach unten korrigieren. Bei der Einkommenssteuerbeteiligung muss der Posten um 2,3 Millionen gekürzt werden, bei der Umsatzsteuer um 426 700. Kein gutes Zeichen, wie OB Gotz betonte.

Auf der Ausgabenseite fallen die veranschlagten Kosten für Personal um 1,14 Millionen geringer aus als angenommen. Wie Kurt Hiller erklärt, ist dies darauf zurückzuführen, dass erneut wieder mehrere Planstellen im Rathaus nicht besetzt oder nur teilweise besetzt werden konnten.

Ein Darlehen und eine Rücklagenentnahme müssen dennoch sein

Aufgrund der hohen Mehreinnahmen durch die Gewerbesteuer kann im Nachtragshaushalt die Zuführung vom Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt um fast 15,5 Millionen auf fast 16 Millionen erhöht werden. Ein gutes Zeichen.

Der Vermögenshaushalt, in dem unter anderem die Investitionen abgebildet sind, erhöht sich ebenfalls. Um rund drei Millionen auf jetzt rund 37,7 Millionen. Zum Ausgleich des Vermögenshaushalts muss die Stadt dennoch ein Darlehen in vorgesehener Höhe von 5,2 Millionen in Anspruch nehmen und zusätzlich 12, 5 Millionen aus den Rücklagen entnehmen, immerhin rund 2,8 Millionen weniger als zunächst veranschlagt. Im Stadtrat genehmigte den Nachtrag 2024 einstimmig.

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