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Kommunalwahl in Sankt Wolfgang:Stabile Verhältnisse

In Sankt Wolfgang kann man der Kommunalwahl ruhig und unaufgeregt entgegensehen

Von Florian Tempel, Sankt Wolfgang

Ganz im Südosten des Landkreises Erding, in Sankt Wolfgang, erwartet niemand große Veränderungen durch die Kommunalwahl. Bürgermeister Ulli Gaigl (Freie Wähler) hat keinen Herausforderer und kann sich fest auf weitere sechs Jahre im Rathaus einstellen. Auch im Gemeinderat wollen die meisten Mitglieder weitermachen. Die 4500-Einwohnergemeinde scheint ein Hort der Stabilität. Gaigls Vorgänger, der langjährigen Bürgermeister Jakob Schwimmer (CSU), war 32 Jahre unangefochten im Amt. Dass die CSU dazu aufgerufen hat, in Ermangelung eines Gegenkandidaten zu Gaigl bei der Bürgermeisterwahl einfach einen anderen Namen auf den Wahlzettel zu schreiben, kommt einem eher wie ein Witz vor.

In Sankt Wolfgang wird gewählt, der Ausgang der Bürgermeisterwahl steht allerdings schon fest.

(Foto: Renate Schmidt)

Als originale Parteiliste gibt es in Sankt Wolfgang nur die Christsozialen, die aktuell fünf Sitze im Gemeinderat haben. Ansonsten sind die Bewerber frei und parteiunabhängig organisiert. Gaigls Freie Wähler treten mit dem Zusatznamen Einigkeit an und stellen aktuell vier Gemeinderäte. Die Wählergemeinschaft Armstorf repräsentiert mit drei Gemeinderäten den größten Gemeindeteil nach dem Hauptort Sankt Wolfgang. Die gemeinsame Liste der Wählergruppe Gatterberg und der Freien Wählergemeinschaft Schönbrunn stellt bislang zwei Vertreter, ebenso wie die Liste Entwicklung Gemeinsam. Grüne, die SPD oder etwa die AfD treten in Sankt Wolfgang nicht an.

Ulli Gaigl wird als Bürgermeister weitermachen und seine Gemeinde behutsam weiterentwickeln.

(Foto: Renate Schmidt)

In der Einwohnerentwicklung war die Gemeinde zuletzt weniger dynamisch als andere Kommunen im Landkreis. Im Ortszentrum ist nun aber die Bebauung des alten, seit langem brachliegenden Brauereigeländes mit etwa 40 Wohnungen und ein neues Wohngebiet mit etwa 50 Einfamilienhäusern und Doppelhaushälften in der Planung. Die Grundschule steht gut da, muss aber für eine komplette Ganztagsbetreuung demnächst erweitert werden. An der A 94 sind 20 Hektar für Gewerbegebiete vorgesehen, die Hälfte davon schon konkret beplant.

CSU: Franz Finger, Werner Axenböck, Franz Seidl, Anton Scheider, Wolfgang Brandlhuber, Josef Moser, Eva-Maria Rottenwaller, Anton Lohmaier, Hans Waltl, Angelika Dirnecker, Xaver Leipfinger, Thomas Döllel, Christian Rott, Johannes Ober, Christine Loidl, Gerhard Obermeier. FW Einigkeit: Magdalena Wandinger-Strauß, Dieter Fischer, Josef Stierstorfer, Florian Axenböck, Bernhard Weilnhammer, Alexander Gilhuber, Mathias Schneider, Alexander Fischer, Stephan Weidler, Dagmar Brunnhuber, Bernhard Neumaier. Wählergemeinschaft Armstorf: Josef Göschl, Beatrix Contardo, Stefan Müller, Günter Kellner, Gilbert Cau, Florian Rachl, Veronika Moser, Christoph Decker, Benedikt Rachl, Rebecca Müller, Franz Franzler, Andreas Haas, Angelika Haas, Bernhard Holzner, Martin Moser, Christoph Wagner. Wählergruppe Gatterberg/Freie Wählergemeinschaft Schönbrunn: Franz Göschl, Konrad Bernhard, Markus Mühlhuber, Anton Daumoser jun., Angelika Holzner, Andreas Pflügl, Franz Gerlmaier, Robert Grundner, Margret Göschl, Johann Brand jun., Robert Göschl, Christoph Knollhuber, Michael Göschl, Franz Grundner jun., Lisa Grundner, Andreas Rott. Entwicklung Gemeinsam: Markus Eberl, Hans Gfüllner, Markus Haunolder, Martin Hammer, Albert Stettner, Benedikt Gfüllner.

© SZ vom 11.03.2020

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