Kommunalwahl im Landkreis ErdingDas Erdinger Land ist weiter schwarz

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Im Foyer des Dorfener Rathauses verfolgten am Sonntagabend viele Menschen den Ausgang der Kommunalwahl.
Im Foyer des Dorfener Rathauses verfolgten am Sonntagabend viele Menschen den Ausgang der Kommunalwahl. Thomas Daller
  • Die CSU bleibt in den drei größten Kommunen des Landkreises stärkste Kraft, verliert aber in Dorfen und Taufkirchen Sitze.
  • In Dorfen muss CSU-Bürgermeister Grundner überraschend in die Stichwahl gegen den Politneuling Claudius Siebert von der ÜWG.
  • Die AfD konnte in allen drei Kommunen Sitze hinzugewinnen und erreichte in Erding 10,8 Prozent der Stimmen.
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Die CSU bleibt in den großen Kommunen stärkste politische Kraft, büßt aber in Dorfen und Taufkirchen Sitze ein. Die AfD gewinnt dafür überall, wo sie angetreten ist, hinzu.

Von Thomas Daller, Erding

In den drei größten Kommunen im Landkreis Erding hat es unterschiedliche Tendenzen gegeben: Der populäre Erdinger Oberbürgermeister Max Gotz blieb (CSU) unangefochten, der Dorfener Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) muss, wie rechnerisch zu erwarten, in die Stichwahl und in Taufkirchen ging Bürgermeister Stefan Haberl (CSU), der bei seiner ersten Wahl ins Amt vor sechs Jahren in die Stichwahl musste, mit knapp 60 Prozent der Stimmen deutlich gestärkt aus der Kommunalwahl hervor.

In Dorfen verschoben sich jedoch die Gewichte: Vor sechs Jahren hatte CSU-Bürgermeister Grundner je einen Gegenkandidaten von der SPD und den Freien Wählern, die zusammen auf etwas mehr als 46 Prozent kamen. Dieses Mal nominierten FW, Grüne, SPD und Liste West gemeinsam den Politneuling Claudius Siebert und die AfD Manuela Schulz. Nachdem die AfD bayernweit auf ein Wählerpotenzial von zehn Prozent geschätzt wurde, war absehbar, dass mehr als 50 Prozent im ersten Wahlgang für einen Bewerber schwierig werden könnte.

Dennoch ist überraschend, dass Siebert mit dem deutlich stärkeren Ergebnis in die Stichwahl gehen wird. Überraschend auch deswegen, weil sich das in der Zusammensetzung des Stadtrats nur wenig widerspiegelt. Die CSU verlor zwei Sitze und die SPD einen. Die Grünen verloren ebenfalls einen Sitz und sind künftig zu dritt. Die AfD hat im Stadtrat nun zwei Sitze statt einem und die Linke erstmals einen Sitz. Die ÜWG verfügt mit Siebert über drei statt bisher zwei Sitze.  Konstant blieben die sogenannten Landlisten.

Im Erdinger Stadtrat ist die CSU mit 37,5 Prozent weiterhin die stärkste Kraft, gefolgt von Freien Wählern mit 13,3 Prozent, 11,3 Prozent für Erding Jetzt, elf Prozent für die Grünen, 10,8 Prozent für die AfD und 9,4 Prozent für die SPD. Die ÖDP erreichte 3,6 Prozent, und die Linke 3,4. Schlusslicht ist die FDP mit 1,4 Prozent.

Im Taufkirchener Gemeinderat verlor die CSU drei ihrer bislang neun Sitze, die Freien Wähler holten erneut vier Sitze, die SPD steigerte sich von drei auf vier Sitze, die Liste Moosen blieb mit drei Sitzen konstant. Die AfD steigerte sich von drei auf vier Sitze, die Wählergemeinschaft Gebensbach-Wambach stellt weiterhin zwei Gemeinderäte und erstmals mit einem Sitz ist die Wählergemeinschaft Hofkirchen vertreten.

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