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Kappenabend in Isen:Kurzweilig und unterhaltsam

Viele Spitzen und Lacher bei Premiere im Klement-Saal

Von Franziska Hartmann, Isen

Faschingsfreunde in Isen hatten es am vergangenen Wochenende nicht leicht. Sie mussten sich am Samstag zwischen der Premiere des diesjährigen Kappenabends und dem Faschingsball der Katholischen Landjungend (KLJB) entscheiden - zwischen zum Teil absurden Geschichten aus zwei Jahren Gemeindeleben im vollbesetzten Klement-Saal und den "Helden meiner Kindheit", so das Motto der Faschingsgaudi in der Mehrzweckhalle bei der KLJB.

Das Publikum beim Klement hatte den alle zwei Jahre stattfindenden Kappenabend gewählt und wurde mit einem unterhaltsamen und kurzweiligen Abend belohnt. Die Moderatoren Isabella Czech und Martin Mittermaier bereiteten die Zuschauer auf die Themen des Abends vor und teilten dabei schon fleißig erste Spitzen gegen die Isener Politprominenz aus. Immer wieder ging es während des vierstündigen Programms zum Beispiel um die falsch berechneten Abwassergebühren. Auch der telefonische Baustellen-Informations-Service - ein Vorschlag des Faschingskomitees, um dem ständigen Baustellenchaos in und um Isen Herr zu werden - sorgte für Erheiterung.

Bereits seit Beginn der Faschingssaison am 11.11. hat sich das Faschingskomitee einmal in der Woche getroffen, um aus den gesammelten Gemeindegeschichten Bühnenstücke, Liedtexte oder - wie bereits im Jahr 2013 - einen Film zu entwickeln. Anders als vor vier Jahren der Einspieler zum geplanten Bio-Hotel, griff der Kappenabend-Film heuer allerdings keines der viel diskutierten Dauerbrenner-Themen auf. Er beschäftige sich vielmehr augenzwinkernd mit den Tücken des Dorflebens für die ältere Generation: Die Komitee-Mitglieder Susanne Fehmer und Rainer Annuscheit machten sich für den kurzen Film mit dem Titel "Treppauf-Treppab in Isen" mit Rollator und Gehstöcken auf einen holprigen Weg durch die Marktgemeinde.

Tücken der etwas anderen Art präsentierten die Komitee-Mitglieder Susi Griep, Kurbe Niedermeier und Günter Paukner. Als Chefs der verschiedenen Gemeindefeuerwehren hatte jeder seine ganz eigene Meinung zu nötigen Maßnahmen und dem Nutzen der jeweils anderen Feuerwehr. Nicht fehlen durften beim diesjährigen Kappenabend auch die Gemeindearbeiter, die traditionell aus dem Nähkästchen plaudern und dabei auch ihrem persönlichen Ärger Luft machen mussten. Bei einer deftigen Brotzeit kamen hier beispielsweise die fehlenden Erfolge der Isener Fußballer auf den Tisch.

Für das nötige Quäntchen "Fasching" sorgte wieder die St. Wolfganger Tanzgruppe "Modern Art" beim Gardemarsch, begleitet vom Prinzenpaar Eva Maria I. und Thomas I. "vom griechischen Wein" und dem Jugend-Prinzenpaar Franziska I. "mit dem spitzen Schuh von der Hohen Burg-Rain" und Veit I. "von der langen Nacht am hadernden Berg". Seine ganz eigene Premiere auf der Bühne des Isener Kappenabends hatte, gegen Ende des Programms, schließlich Neuzugang Florian Brenner aus Berging. Er durfte beim Warteschlange-bei-der-Post-Sketch an den genervten Wartenden ein ums andere mal vorbeiziehen. Und nach dem traditionell abschließenden Schunkeln der "Isenwellen" hatte dann ja vielleicht doch noch der ein oder andere Besucher Lust, beim Parallel-Ball der KLJB vorbeizuschauen.

Weitere Vorstellungen des Kappenabends finden noch am Freitag und Samstag, 17. und 18. Februar, jeweils um 20 Uhr, im Klement-Saal statt. Restkarten gibt es an der Abendkasse.

© SZ vom 13.02.2017
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