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Isen:Jäger ziehen Bilanz

Hegeschau an diesem Freitag im Gasthaus Klement in Isen

Das Jagdjahr ist seit 31. März beendet, jetzt ziehen die Jäger überall Bilanz: Bei der Pflichthegeschau, die der Kreisjagdverband Erding im Auftrag des Landratsamtes Erding jedes Jahr veranstaltet, präsentieren die Jäger nun öffentlich die Trophäen des erlegten männlichen Schalenwildes aus dem Landkreis. Die Hegeschau findet an diesem Freitag, 21. April, im Gasthaus Klement in Isen statt und beginnt um 19 Uhr. Es gehe hier nicht um einen Trophäenkult, betont dazu Thomas Schreder als Vorsitzender des Kreisjagdverbandes. Es handelt sich bei der Schau "schlicht um eine gesetzliche Vorgabe".

Die Revierinhaber sind demnach dazu aufgefordert, der am Landratsamt Erding angesiedelten Unteren Jagdbehörde Bericht zu erstatten über alle erlegten Wildtiere und alle diejenigen, die einem Unfall zum Opfer gefallen sind. Bei der gleichen Gelegenheit informiert aber auch die Unteren Jagdbehörde und das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ihrerseits über die jagdlichen Vorkommnisse und gibt bekannt, ob die behördlichen Vorgaben für die Jäger erfüllt worden seien. Es bietet sich bei der Hegeschau darüber hinaus für die Politik, Behördenvertreter, Landwirte und Jäger die Gelegenheit, miteinander über Themen aller Art zu reden. Die öffentliche Pflichthegeschau erfülle daher eine "wichtige Aufgaben, wenn es darum geht, die Jagd im Landkreis Erding zu diskutieren", heißt es in der Mitteilung des Kreisjagdverbandes.

Schreder ist dabei guter Dinge: Es sei "schön zu sehen", wie gut im Landkreis "die Zusammenarbeit zwischen den Behörden, den Interessensverbänden, der Politik und den Jägern funktioniert". Auch bei unterschiedlichen Auffassungen finde man meist eine für alle Seiten tragbare Lösung, "die das Wild, aber auch die Landwirtschaft und den Forst entsprechend berücksichtigt". Schreder betonte weiter, die Jagd sei kein "Spielball verbandlicher, behördlicher oder politischer Interessen". Sie sei keine Dienstleistung und keine Schädlingsvertilgung. "Die Jagd ist ein Kulturgut", findet er. Sie übernehme Aufgaben für die Allgemeinheit, insbesondere für die Grundbesitzer, ohne den "Respekt vor den Wildtieren zu vernachlässigen". Man habe ein starkes Augenmerk auf die Erhaltung der Lebensräume für das Wild. Dies sei "eine unserer wichtigsten Aufgaben".

© SZ vom 21.04.2017 / sz
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